MUNDERFING. Die Agenda 21-Gemeinde Munderfing kann etwas Einzigartiges vorweisen: Die 2.700 Einwohner/innen umfassende Gemeinde hat insgesamt acht gut gehende Gasthäuser. „Unsere Wirte sind eine große Bereicherung für das Gemeindeleben, die Nahversorgung, die Wirtschaft und die Umwelt“, sagt Bürgermeister Martin Voggenberger.
Munderfing ist seit 2001 als Mitglied im Agenda 21-Netzwerk aktiv. Ein Schwerpunkt im Agenda 21-Prozess ist die Erhaltung der außergewöhnlichen Nahversorgung in der Gemeinde. Die acht Wirtshäuser in der Gemeinde gehen gut und leisten einen wichtigen Beitrag zum Agenda 21-Prozess. „Die Gasthäuser sind abwechselnd Treffpunkt von Agenda 21-Veranstaltungen, Netzwerk- und Arbeitskreistreffen. Außerdem engagieren sich alle Wirte auch selbst in verschiedenen Agenda 21-Projekten“, erzählt Bürgermeister Voggenberger. Konkurrenz gebe es zwischen den Wirten nicht. „Uns ist bewusst, dass die hohe Gastronomiedichte im Ort sehr ungewöhnlich ist. Auf ein Gasthaus kommen nur rund 337 Bürger/innen. Wir sind daher sehr stolz auf unsere Wirte.“
Die Wirte beziehen die Lebensmittel natürlich von den Bauern aus der Region. Dadurch verbleibt auch die Wertschöpfung in Munderfing und den umliegenden Gemeinden. „Die Munderfinger/innen wissen die regionalen Spezialitäten ihrer Wirte zu schätzen. Die Gemeinde Munderfing freut sich, dass mit den Wirten im Agenda 21-Prozess ein wesentlicher Beitrag zur ökologisch nachhaltigen Entwicklung der Ortschaft geleistet wird“, sagt Voggenberger stolz. Jeder Gasthof hat Einzigartiges vorzuweisen: Das Gasthaus Weiß bietet seinen Gästen täglich eine neue Speisekarte und saisonale Spezialitäten. Der Pfandlwirt serviert seinem Namen entsprechend Produkte aus der eigenen Landwirtschaft in Pfandln, Reindln und Töpferln. Der Gasthof Schnapsbrenner gilt als die älteste private Schnapsbrennerei Österreichs (Gründung 1800). Der Gasthof Graf verfügt über eine eigene Metzgerei, der Wirt z’Kolming ist mit seinem schönen Gastgarten ein beliebtes Ausflugsziel für Radfahrer, der Bräuwirt schenkt im alten Bräugasthof original Augustiner Bräu aus und das Gasthaus Brüller ist ein typisches Stammlokal für Männer.
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Die erfolgreichen Wirte der Agenda 21-Gemeinde Munderfing (v.l.): Ambros Weiß (Gasthaus Weiß), Stefan Rosenhammer (Pfandlwirt), Gerda Brüller (Gasthaus Brüller), Andreas Hobl (Gasthof Schnapsbrenner), Franz Graf (Gasthof Graf), Karin Eidenhammer (Wirt z´Kolming), Alfred Marges (Bräuwirt) und ürgermeister Martin Voggenberger. (Fotocredit: Gemeinde Munderfing)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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