Die Erhaltung und Erhöhung der Lebensqualität in der Gemeinde ist ein besonders wichtiges Thema im Agenda 21-Prozess von Niederkappel. Mit der Freizeitanlage Gstoanarat ist das Agenda 21-Kernteam diesem Ziel um einen großen Schritt näher gekommen. Das Gstoanarat ist nicht nur Treffpunkt, sondern zugleich auch Rastplatz für die umliegenden Kurzwanderwege. Es bietet einen Platz zum Zusammensitzen, Grillen, Picknicken und Zelten in ruhiger Lage. „Uns war besonders wichtig, dass der Platz gemütlich ist. Deshalb haben wir den Eingriff in die Natur möglichst gering gehalten, Sitzbänke aus Holz gestaltet und den Platz mit heimischen Sträuchern bepflanzt. Den Parkplatz haben wir ganz bewusst etwas abseits angelegt“, sagt Kehrer. In der Freizeitanlage stehen außerdem Spiel- und Balanciergeräte, Hängematten, ein Baumhaus sowie Wasser, Strom und WC zur Verfügung. „Die Besucher/innen der Eröffnungsfeier waren von unserem neu gestalteten Gstoanarat begeistert“, freut sich Bürgermeister Kehrer.
Niederkappel ist seit 2006 Agenda 21-Gemeinde. Ihre Ziele im Agenda 21-Prozess sind, die Nachhaltigkeit für den Ort und die Region zu erhöhen, Niederkappel lebenswert zu erhalten, die Abwanderung zu stoppen und die Nahversorgung zu beleben. Die Gemeinde hat bereits einige Projekte und Initiativen gestartet. Es wurden Kurzwanderwege rund um Niederkappel angelegt und Ideen zur Erhöhung der Lebensqualität im Alter gesammelt. Es wurden Vorträge zur Suchtprävention abgehalten und Ausflüge mit Bewohner/innen des Bezirksaltenheimes Lembach organisiert. Diese und viele weitere Projekte sowie das Zukunftsprofil der Gemeinde werden im „Niederkappler Agenda-Kalenda“ vorgestellt. Der Kalender wurde bei der Eröffnungsveranstaltung des Gstoanarats den Niederkappler/innen präsentiert. „Mit dem Agenda-Kalenda möchten wir die Bevölkerung noch mehr für den Agenda 21-Prozess sensibilisieren und zur Beteiligung motivieren. In diesem Kalender kann aber jede/r, wie in jedem anderen Kalender auch, seine persönlichen Termine eintragen“, erklärt Bürgermeister Kehrer.
Neben der Präsentation des „Niederkappler Agenda-Kalenda“ durch Projektleiter Günther Höglinger und einem Baubericht von Gstoanarat-Projektleiter Christian Eilmannsberger haben einige Ehrengäste Festreden gehalten. Dazu gehörten Bezirkshauptfrau Hofrätin Wilbirg Mitterlehner, die Landtagsabgeordneten Ulrike Schwarz und Ulrike Wall sowie Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl. Die Eröffnung der Freizeitanlage wurde von der Musikkapelle Niederkappel begleitet.
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300 Niederkappler/innen feierten mit dem Agenda 21-Team die Eröffnung der Freizeitanlage Gstoanarat.
(Fotocredit: Gemeinde Niederkappel)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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