GRAMASTETTEN. Kürzlich hat im Gramaphon in Gramastetten das erste Agenda 21-Netzwerktreffen für die Region Mühlviertel stattgefunden. Das gegenseitige Kennenlernen und die Präsentation erfolgreicher Projekte haben zu einem wertvollen Erfahrungsaustausch unter den Agenda 21-Akteur/innen beigetragen.
Ganz dem Motto des Abends entsprechend Agenda 21 LebensART – vielfältig und bunt wurden verschiedene Projekte aus der gesamten Region präsentiert. Das Netzwerktreffen war ein Erfolg: „Die rund 150 Teilnehmer/innen waren alle sehr interessiert und haben sich intensiv ausgetauscht. Das Mühlviertel ist ein Paradebeispiel für intensives und erfolgreiches Engagement in Agenda 21-Prozessen. Da ist es wichtig, sich gegenseitig mit einem Gesamtblick auf die Region zu bereichern“, sagt Karin Traxler, Regionalmanagerin für Nachhaltigkeit und Umwelt im Mühlviertel.
„Mit sechs Projektpräsentationen wurde die Vielfalt und der Reichtum an ehrenamtlichem Engagement im Mühlviertel deutlich“, so Karin Traxler. Agenda 21-Akteure/innen aus 28 Agenda 21-Gemeinden der Region Mühlviertel waren vertreten. Frisch präsentierte sich die Gemeinde Vorderweissenbach unter dem Motto Vorderweissenbach im Aufwind. Beständig und stetig tätig ist die Region Mühlviertler Alm. Die Gemeinde Lembach hat präsentiert, wie sie mit allen Bevölkerungsgruppen intensiv im Umsetzungsprojekt B-FAIR21 arbeitet. In der Kategorie groß hat Hofkirchen im Mühlkreis seine Labyrinthe präsentiert. Die Gemeinde Niederkappel hat in den letzten Jahren mit 20 Projekten die umfangreichste Agenda 21-Arbeit in Oberösterreich geleistet und u.a. Projekte wie Agenda-Kalenda und Landschaftsschule Donauschlinge vorgestellt. Das Projekt Neue Arbeit Ottensheim ist ein innovativer und kreativer Entwicklungsansatz in der Region Urfahr West (uwe). Bei einem Buffet aus regionalen Köstlichkeiten des Agenda 21-Projektes NaturCulinarium Lichtenau/St. Oswald wurde im Anschluss der gegenseitige Austausch gepflegt und gemeinsam gefeiert.
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Beim Speed-Networking konnten sich die Teilnehmer/innen des Netzwerktreffens besser kennenlernen (v.l.): Barbara Gartner und Kerstin Hartl aus Vorderweissenbach mit Karin Traxler, Regionalmanagerin für Nachhaltigkeit und Umwelt im Mühlviertel.
(Fotocredit: Regionalmanagement Oö)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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