Agenda 21-Netzwerktreffen: Neukirchen, Ebensee, Pinsdorf und Vorchdorf erhielten Auszeichnungen
LINZ, GMUNDEN, VÖCKLABRUCK. Agenda 21 zeigt Profil – Das war das Motto des Oö. Agenda 21-Netzwerktreffens, das gestern in den Redoutensälen in Linz stattgefunden hat. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen jene 14 oberösterreichischen Gemeinden, die im Rahmen ihres Engagements für Agenda 21 einen wichtigen Meilenstein geschafft haben: Sie haben in den letzten ein bis zwei Jahren ihr Agenda 21-Zukunftsprofil erarbeitet und mit der Umsetzung begonnen bzw. sind sie seit vielen Jahren besonders aktive und vorbildliche Agenda 21-Gemeinden. Die von Landesrat Rudi Anschober ausgezeichnete Gemeinde aus dem Bezirk Vöcklabruck ist Neukirchen an der Vöckla. Der Bezirk Gmunden ist mit den Gemeinden Ebensee, Pinsdorf und Vorchdorf vertreten.
Bei der Agenda 21 in Oberösterreich tut sich viel, das Netzwerk wächst und wächst. Inzwischen engagieren sich bereits 103 Gemeinden in Oberösterreich an der nachhaltigen Entwicklung ihres Lebensraumes. „Die Fertigstellung des Zukunftsprofils ist dabei ein wichtiger Schritt, denn damit werden Visionen und Ideen festgehalten und konkretisiert, die eine wichtige Voraussetzung für die Initiierung und Umsetzung von Projekten sind“, erklärt Günther Humer, Leiter der bei der Oö. Akademie für Umwelt und Natur angesiedelten Leitstelle der Agenda 21. Die Teilnehmer/innen des oö. Netzwerktreffens nutzten die Gelegenheit, um Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Die internationale Expertin Dr. Kriemhild Büchel-Kapeller widmete sich in ihrem spannenden Festvortrag dem Thema Sozialkapital bzw. wie wichtig Engagement und Eigenverantwortung sind, um eine nachhaltige Entwicklung von Gemeinschaften voranzutreiben. Sie meinte: „Engagement macht zwar nicht reich, aber es bereichert.“
Zu den Zielen der Gemeinde Neukirchen an der Vöckla gehören eine nachhaltige Gemeindeentwicklung und Verbesserung der Nachbarschaftshilfe. Ebensee wurde für ihren Lokalen Aktionsplan für Beschäftigung und Bildung ausgezeichnet. Im Zukunftsprofil der Gemeinde Pinsdorf geht es z.B. um die Integration aller Bürger/innen (auch jene mit besonderen Bedürfnissen), die Ortsplatzgestaltung und Verkehrsberuhigung. Die Vorchdorfer/innen zielen mit dem Agenda 21-Zukunftsprofil u.a. auf die Belebung der Nahversorgung, die Integration Zugezogener und Ortskerngestaltung ab.
Bildtext:
Neukirchen, Ebensee, Pinsdorf:
Das Agenda 21-Kernteam freute sich über die Auszeichnung von Landesrat Rudi Anschober (jeweils rechts im Bild). Wolfgang Rescheneder, Leiter der Oö. Akademie für Umwelt und Natur, gratulierte (links).
Vorchdorf: (Rescheneder 1. Reihe links, Anschober 2. Reihe rechts)
Fotocredit: Land OÖ/Dedl
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
Letzte Änderung dieser Seite: 31.01.2012
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