OBERINNVIERTEL. Die Mitglieder des Agenda 21-Kernteams der Region Seelentium, als Teil der LEADER-Region Zukunft Oberinnviertel-Mattigtal, haben sich im Technologiezentrum Braunau getroffen und die weiteren Schritte für den Agenda 21-Prozess festgelegt.
In den letzten Wochen und Monaten wurde nach geeigneten Prozessbegleitern gesucht. Die Wahl ist dabei auf Karlo Hujber vom Ideenkreis Schleedorf und Wolfgang Mader von der SPES Zukunftsakademie Schlierbach gefallen. Sie werden gemeinsam die Agenda 21 in der Teilregion Seelentium im Oberen Innviertel begleiten. Die beiden Experten haben bereits auch das erste Arbeitstreffen des Agenda 21-Kernteams in Braunau moderiert. Die Koordination innerhalb der Region wird Wolfgang Reindl aus Moosdorf übernehmen.
„In der Regionalentwicklung entwickelt sich nicht nur die Region, sondern in erster Linie entwickeln sich die Menschen. Es ist das Gebot der Stunde die Kräfte zu bündeln und das Potential der Menschen für eine langfristige Entwicklung zu nutzen. Entscheidend dazu ist die Begeisterung und das Engagement, sich für eine Sache einzusetzen“, sagt Karlo Hujber vom Ideenkreis Schleedorf.
Viele Zusammenkünfte sind geplant
In den nächsten Monaten wird ein intensives, persönliches Kennenlernen aller Prozessteilnehmer/innen stattfinden, um die jeweiligen Wünsche und Vorstellungen auf einen Nenner zu bringen. Begonnen wird mit einem Workshop, bei dem die beteiligten Gemeinden der Region Seelentium und interessierte Teilnehmer/innen nicht nur generelle Informationen zum Agenda 21-Prozess erhalten. Bei dieser ersten öffentlichen Veranstaltung werden auch konkrete Ziele und Kernthemen festgelegt. Außerdem sind vertiefende Befragungen in den zehn beteiligten Gemeinden geplant.
Nachhaltige Weiterentwicklung der Gemeindekooperation
Durch die intensive Einbindung der Bevölkerung mithilfe der Agenda 21 soll die Gemeindekooperation zwischen den zehn Gemeinden aus dem Bezirk Braunau und Bayern nachhaltig vorangetrieben werden. Ziel ist es, Impulse und Potential gemeindeübergreifend zu nutzen sowie sich gegenseitig mit Ideen zu bereichern. Die Konkretisierung der Inhalte der Gemeindekooperation ist für die Sommermonate geplant. Diese und erste Projekte werden im Herbst bei einer großen Veranstaltung der Bevölkerung präsentiert.
Die Kernthemen in der Region Seelentium
Neben sozialen Themen möchte sich die Region auch im touristischen Bereich weiterentwickeln. „Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Positionierungsfaktor im Wettbewerb. Auf Touristikmessen bekommen wir schon jetzt sehr viele positive Rückmeldungen und Anfragen. Das ist ein schönes Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Günter Maislinger, Obmann des Tourismusvereins Seelentium. Zwei Projekte aus dem Sozialcluster, die bereits unmittelbar vor der Umsetzung stehen, sind das Helfernetzwerk und eine regionale Jugendbetreuung.
Ermöglicht wird der Agenda 21-Prozess zur nachhaltigen Entwicklung in der Teilregion Seelentium durch die LEADER-Region Zukunft Oberinnviertel-Mattigtal. Projektträger ist der LEADER-Verein, der für die Vernetzung der bereits bestehenden Strukturen sorgt. „Mir geht es darum, die Region gemeinsam mit der Bevölkerung weiterzuentwickeln. Es ist mir daher besonders wichtig, dass sich mithilfe der Agenda 21 möglichst viele Bürger/innen angesprochen fühlen und sich mit ihren Talenten und Ideen einbringen“, betont Friederike Blum, Geschäftsführerin der LEADER-Region Zukunft Oberinnviertel-Mattigtal.
Bildtext: Das Agenda 21-Kernteam der Region Seelentium freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Bürger/innen.
(Fotocredit: RMOÖ; honorarfrei)
Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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