KRONSTORF. Mit einer großen Zukunftswoche startet die Gemeinde Kronstorf so richtig durch. Von 28. Februar bis 4. März sind die Bürger/innen aufgerufen, ihre Ideen und Vorstellungen für die weitere Entwicklung der Gemeinde einzubringen. Die Agenda-21-Akteure/innen haben ein vielfältiges Programm ausgearbeitet, bei dem mit Sicherheit für jede/n etwas dabei ist.
Der Agenda-21-Prozess und die Erarbeitung des Zukunftsprofils stehen ganz unter dem Motto „Kronstorfer Zukunftsweg – Ich gestalte mit!“. Diese Initiative symbolisiert das Miteinander in der rund 3.100 Einwohner/innen zählenden Gemeinde im Bezirk Linz-Land. „Die Bürger/innen sollen sich mit den Entwicklungen und Projekten in der Gemeinde identifizieren und daher von Anfang an die Möglichkeit haben, ihre Vorschläge aktiv einzubringen“, ist sich Bürgermeister Christian Kolarik mit den Vertreter/innen aller Fraktionen einig. Bei der Zukunftswerkstatt am Montag werden die Leitthemen Energie, Marktzentrum und Ortsteilgestaltung, Nahversorgung und „Wir sind Kronstorf“ intensiv diskutiert und konkretisiert, um eine Basis für konstruktive Gespräche in den Arbeitsgruppen zu schaffen. Für den Erfolg der Zukunftswoche ist daher eine rege Beteiligung der Bevölkerung an diesem Termin entscheidend.
Das Agenda-21-Team in Kronstorf geht mit großen Erwartungen an die Zukunftswoche heran: „Wir wollen nicht nur Ideen sammeln und Ziele für ein nachhaltiges Kronstorf festlegen. Wir möchten der breiten Öffentlichkeit schon am Ende der Woche konkrete Maßnahmen und Projekte präsentieren können“, erklärt Alexander Hader von der SPES Zukunftsakademie in Schlierbach. Hader ist Agenda-21-Prozessbegleiter und unterstützt die Bürger/innen bei der Mitgestaltung der Kronstorfer Zukunft. „Wir erhoffen uns nicht nur großes Engagement der Kronstorfer/innen in der Ideenfindung, sondern auch in der Umsetzung der Projekte“, sagt Franz Forstner, Vizebürgermeister und Kernteamleiter der Agenda 21.
In der Zukunftswoche gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten, die Anregungen und Anliegen der Bevölkerung zu diskutieren. Die Bürger/innen können in Arbeitsgruppen teilnehmen, die sich mit verschiedensten Themen befassen. So wird es zum Beispiel ein Seniorenfrühstück, eine Jugendwerkstatt, eine Fraueninitiative, einen Stammtisch zum Thema erneuerbare Energien und ein Wirtschaftsfrühstück geben. Auf diese Weise sollen alle Bürger/innen mit ihren Vorschlägen Gehör finden.
Neben Kronstorf, das sich 2009 dazu entschlossen hat einen Agenda-21-Prozess zu starten, sind vier weitere Gemeinden im Bezirk Linz-Land im oberösterreichischen Agenda-21-Netzwerk vertreten: Wilhering (seit 1998), Hofkirchen im Traunkreis (seit 2002), Oftering (seit 2007) und Neuhofen an der Krems (seit 2009).
Bildtext: Agenda21-Kernteam Kronstorf:
Das Agenda-21-Kernteam der Gemeinde Kronstorf freut sich schon auf die Zukunftswoche. (Fotocredit: Gemeinde Kronstorf)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
Letzte Änderung dieser Seite: 20.07.2010
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