MÜHLVIERTLER ALM. Die zehn Gemeinden der Mühlviertler Alm (Bad Zell, Kaltenberg, Königswiesen, Liebenau, Pierbach, St. Georgen am Walde, St. Leonhard/Fr., Schönau, Unterweißenbach und Weitersfelden) setzen gemeinsam auf fairen Handel. In nicht weniger als 70 Kaufhäusern, Biohofläden, Lagerhäusern und weiteren Verkaufsstellen können die Bürger/innen fair gehandelte Produkte erwerben.
Hauptverantwortlich für den Aufbau dieses beeindruckenden Netzwerkes zeichnet die Jugendtankstelle Mühlviertler Alm. Dieses zukunftsweisende und wohl einzigartige Projekt ist im Jahre 2004 aus dem Agenda 21-Prozess der Region hervorgegangen und sorgt seitdem immer wieder für herausragende Impulse. „Es hat sich bei uns eine Gruppe von Motivatoren/innen gebildet, die die Idee des b-fair hinausgetragen haben“, sagt Jugendtankfrau und Jugendleiterin im Dekanat Unterweißenbach, Anna Winklehner. Auf der Mühlviertler Alm beschäftigen sich die Menschen schon seit längerer Zeit mit dem Projekt b-fair 21, das von der Oö. Akademie für Umwelt und Natur gefördert wird und den Schwerpunkt auf die globale Dimension der Nachhaltigen Entwicklung legt. Zentrales Anliegen von b-fair 21 ist es, auf lokaler Ebene so zu leben und zu handeln, dass ein faires Miteinander der verschiedenen Lebenswelten und Kulturen ermöglicht wird.
Die Motivatoren/innen der Jugendtankstelle sind bei ihrer Informationstour für b-fair 21 meist auf offene Ohren gestoßen – egal ob in der Gastronomie oder im Einzelhandel. „Dass wir eine derart umfangreiche Liste von Betrieben und Verkaufsstellen zusammenbringen würden, damit haben wir wirklich nicht gerechnet“, strahlt Winklehner. Fair gehandelte Produkte wie Kaffee, Bananen, Säfte oder Trockenfrüchte werden auf der Mühlviertler Alm übrigens nicht nur permanent in den Geschäften angeboten, sondern auch bei diversen Festivitäten oder Pfarrcafés.
Bildtext: Fair gehandelte Produkte werden auf der Mühlviertler Alm bereits zum Frühstück genossen.
Fotohinweis: Mühlviertler Alm (honorarfrei)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
© Amt der oberösterreichischen Landesregierung
Impressum