KIRCHHEIM IM INNKREIS. In kaum einer Gemeinde funktioniert die Beteiligung der Bevölkerung so gut wie in der Agenda 21-Gemeinde Kirchheim im Innkreis (Bezirk Ried im Innkreis). Das hat auch der kürzlich abgehaltene Dorfabend in der neuen Mehrzweckhalle wieder eindrucksvoll bewiesen. Von den rund 700 Einwohner/innen waren 85 live dabei. „Ich bin überwältigt“, sagt Bürgermeister Hans Hartl.
Die Dorfabende finden in Kirchheim im Innkreis je nach Bedarf statt. „Sie sind für uns eine ideale Gelegenheit, um die Bürger/innen zu wichtigen Themen zu befragen und in das Geschehen miteinzubinden“, sagt Hartl. Dieses Mal wurde unter anderem über den Namen für das neue Mehrzweckgebäude beraten. Eine endgültige Entscheidung darüber, wie das Haus, in dem künftig Kultur-, Sport- und Schulveranstaltungen stattfinden werden, heißen soll, ist noch nicht gefallen. Es gibt aber schon viele interessante Vorschläge. Bis 25. Juli steht der Name auf jeden Fall fest, denn dann wir das Mehrzweckgebäude offiziell eröffnet.
Eine Woche zuvor ist Kirchheim im Innkreis in Dänemark präsent. Auf dem Programm steht ein Besuch in der Partnergemeinde Tommerup, die ebenso wie Kirchheim im Innkreis Mitglied der Vereinigung „Kulturdörfer Europas“ ist. Mit einem 50er-Bus werden sich Musikkapelle und viele Interessierte in den Hohen Norden aufmachen. „Und im nächsten Jahr sind dann wir an der Reihe“, blickt der Bürgermeister voraus. „2010 haben wir nämlich doppelten Grund zum Feiern: Erstens wird unsere Gemeinde 900 Jahre alt und zweitens sind wir in diesem Jahr Kulturdorf Europas.“ Für dieses Ereignis wird natürlich eine ausführliche Chronik erstellt, die beim Dorfabend ebenfalls ein wichtiges Thema war. Neue Sichtweisen wollen die Kirchheimer/innen mit einer Fotorallye gewinnen, die unter dem Titel „Kirchheimer Meilensteine“ steht. Dabei handelt es sich um einen Fotowettbewerb, dessen Motive sich auf die neun Themen des Kirchheimer Zukunftswegweisers beziehen.
Kirchheim im Innkreis ist für seine Innovationen und seine Bevölkerungsbeteiligung schon lange bekannt. Ein Beleg dafür ist die Nahversorgung mit „Land lebt auf“. Die beschauliche Innviertler Gemeinde war die dritte in Oberösterreich mit dieser Kombination aus Lebensmittelgeschäft, Tankstelle, Poststelle, Café, Kleiderreinigung und vielem mehr. Und die erste, bei der es dazu einen Bürger/innenbeteiligungsprozess gab. Treibende Kraft hinter den Dorfabenden ist neben der Gemeinde der Verein „Kirchheimer Zukunft“ unter der Präsidentschaft von Franz Pfeffer. Er ist nicht nur im Agenda 21-Prozess, sondern auch beim Programm Dorfentwicklung sehr aktiv.
Bildtext: Die Kirchheimer/innen trafen sich zum Dorfabend, um zukünftige Projekte zu besprechen.
Foto: Gemeinde Kirchheim im Innkreis (honorarfrei)
Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
© Amt der oberösterreichischen Landesregierung
Impressum