HOFKIRCHEN IM MÜHLKREIS. „Neue Wege gehen – in der Labyrinthgemeinde Hofkirchen“. Der Agenda 21-Prozess der Gemeinde Hofkirchen steht ganz im Zeichen dieses Mottos. Am 11. Juli wurde anlässlich der Fertigstellung der Labyrinthe ein großes Fest mit 600 Bürger/innen gefeiert. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landesrat Rudi Anschober und Landtagsabgeordneter Georg Ecker eröffneten die drei neuen Wahrzeichen der Gemeinde. Weitere hochkarätige Gäste waren Bezirkshauptfrau Dr. Wilbirg Mitterlehner sowie die Landtagsabgeordneten Patricia Reisinger, Ulrike Schwarz und Ulrike Wall.
Die Gemeinde Hofkirchen im Mühlkreis hatte vergangenen Sonntag allen Grund zum Feiern: Nach vierjähriger Planungs- und Bauzeit wurden kürzlich die drei Labyrinthe der Agenda 21-Gemeinde fertiggestellt. Rund 600 Besucher/innen haben es sich nicht nehmen lassen, diesen Anlass groß zu feiern. Die Hofkirchner Gastronomie sorgte beim Frühshoppen für das leibliche Wohl, die Musikkapelle für gute Unterhaltung.
Ziel von Hofkirchen im Mühlkreis ist es, sich im Rahmen des Agenda 21-Prozesses als Labyrinthgemeinde zu positionieren. Die drei Labyrinthe sind durch einen Themenweg miteinander verbunden. „Für die Hofkirchner/innen ist ein Labyrinth kein Irrgarten, sondern ein Weg der zur Mitte führt. In unserer Gemeinde stehen Labyrinthe für einen gemeinsamen Weg bzw. ein Ziel, sei es im sozialen, ökonomischen oder politischen Sinn“, erklärt Projektleiterin Julia Falkner, die Bedeutung der Labyrinthe. Das „Labyrinth der Begegnung“ befindet sich dem Thema entsprechend in der Nähe des Ortszentrums und wurde liebevoll mit Sträuchern, Blumen und Kräutern bepflanzt. Das „Labyrinth der inneren Einkehr“ wurde in ruhiger Lage (in der Nähe des „Emmerstorfer Bründls“) errichtet und besteht aus Steinen. Das „Labyrinth der Verwandlung“ befindet sich bei den „Drei Linden“ und soll dazu anregen, über das eigene Leben nachzudenken. Es wurde von Gerhard Wünsche gestaltet. In mehrjähriger Arbeit hat der Künstler Figuren zu den Themen Geburt, Tod, Abschied und Neubeginn entworfen.
Ein abwechslungsreiches Programm sorgte bis zum Abend für gute Unterhaltung. Die kleinen Besucher/innen konnten Ballone steigen lassen, die Goldhaubenkinder führten Tänze vor. Bei den Labyrinthen gab es frische Bauernkrapfen, Steckerlfische und Bratwürste. Die Bürger/innen hatten die Möglichkeit zu Fuß oder mit Pferdekutschen und Elektrofahrrädern die drei Labyrinthe zu erkunden. Ein Höhepunkt war ein 25 Meter hoher Kran, von dem aus die Labyrinthe aus der Vogelperspektive betrachtet werden konnten. Mit der Eröffnungsfeier fiel gleichzeitig der Startschuss für die Führungen, die ab jetzt in Hofkirchen angeboten werden und die sich bereits viele Besucher/innen des Festes nicht entgehen ließen. „In einigen privaten Gärten gibt es ebenfalls schon kleine Labyrinthe aus Steinen und Blumen. Es freut uns sehr, dass die Bürger/innen die lokale Agenda 21 ebenso sehr schätzen, wie das Agenda 21-Kernteam“, freut sich Julia Falkner.
Das Gestaltungselement „Labyrinth“ findet sich auch im Ortsbild wieder und ist unter anderem an Gebäuden, Straßen und Sitzplätzen zu finden. Die Gemeinde möchte die Zusammenarbeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Ort durch Gesprächsrunden und gemeinsame Pflege der Labyrinthe stärken. Für die Gäste werden Führungen, Seminare und ein kulturelles Rahmenprogramm passend zum Thema geboten. Nicht zuletzt trägt Hofkirchen damit auch zur Schaffung neuer Arbeitsplätze bei.
Bildtexte:
Landtagsabgeordneter Georg Ecker, Landesrat Rudi Anschober, Obfrau des Vereins „Labyrinthe Hofkirchen“ Claudia Woldan und Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.
Blick auf das „Labyrinth der Verwandlung“ aus 25 Metern Höhe.
(Fotocredit: Gemeinde Hofkirchen)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
Letzte Änderung dieser Seite: 31.01.2012
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