FREISTADT. Zusammenarbeit ist wichtiger denn je, um nachhaltig zu handeln und den aktuellen und künftigen Herausforderungen gerecht zu werden. Die Agenda 21 ist der Wegbereiter für eine einzigartige Partnerschaft im Mühlviertel, die sich der Förderung von Nachhaltigkeit verschrieben hat: Gemeinsam möchten die Agenda 21, die BioRegion Mühlviertel und der Mühlviertler Ressourcenplan Nachhaltigkeit in das öffentliche Bewusstsein rücken, um ein lebenswertes Mühlviertel für die nächsten Generationen erhalten zu können. Daraus bildet sich das neue Nachhaltigkeitsnetzwerk im Mühlviertel.
Das Nachhaltigkeitsnetzwerk war Thema des heutigen Pressegespräches in Freistadt. „Um bereits bestehende Nachhaltigkeitsbestrebungen stärker zu vernetzen und weiterentwickeln zu können, wurde ein Forschungsprojekt initiiert“, erklärt Günther Humer, Leiter der Agenda 21-Leitstelle bei der oö. Akademie für Umwelt und Natur. Das Ergebnis: Die Initiierung des partnerschaftlichen Nachhaltigkeitsnetzwerkes Mühlviertel, denn gelungene Projekte und Prozesse zeichnen sich durch gelebte Partnerschaft aus. „Die Aufgabe von Agenda 21 im Nachhaltigkeitsnetzwerk ist, Projekte zu verbinden, Synergien aufzuzeigen und nutzbar zu machen. Das Nachhaltigkeitsnetzwerk verfolgt die Vision, das Mühlviertel als Kompetenzregion für Agenda 21 zu etablieren“, sagt die Agenda 21-Sprecherin im Nachhaltigkeitsnetzwerk und Bürgermeisterin von Ottensheim, Uli Böker. Aus diesem Grund findet am 3. November das erste Agenda 21-Netzwerktreffen Mühlviertel (19.30 Uhr im Gramaphon, Marktstraße 18, 4201 Gramastetten) statt.
Nachhaltiges Handeln und Wirtschaften kann nur realisiert werden, wenn die Menschen dafür sensibilisiert und ihnen Beispiele aufgezeigt werden. Dazu ist es notwendig, Begegnungen zu ermöglichen. „Das Ziel der Partnerschaft ist, Nachhaltigkeit sichtbar und greifbar zu machen. Wir möchten Akteur/innen zusammenzubringen, damit sie voneinander lernen können“, erklärt LAbg. Gabriele Lackner-Strauss, Obfrau der EUREGIO Bayerischer Wald-Böhmerwald.
Das Nachhaltigkeitsnetzwerk möchte verhindern, dass in der schnelllebigen Zeit mit knappen Budgets die Nachhaltigkeit auf der Strecke bleibt. Im Nachhaltigkeitsnetzwerk sind maßgebliche Akteur/innen des Regionalmanagements Mühlviertel/EUREGIO Bayerischer Wald-Böhmerwald, der sieben LEADER-Regionen, des Energiebezirks Freistadt sowie die mühlviertelweiten Projekte Agenda 21, BioRegion und Ressourcenplan vertreten.
"Ziel des Mühlviertler Ressourcenplans ist, dass im Mühlviertel ein umfassender Entwicklungsprozess hin zu einer nachhaltigen Energiebereitstellung mit hoher regionaler Wertschöpfung beginnt“, erklärt die Sprecherin des Projektes, LAbg. Gabriele Lackner-Strauss. „Die Idee der Positionierung als BioRegion Mühlviertel bedeutet, ein Netzwerk aus Akteuren/innen der verschiedensten Bereiche, wie Landwirtschaft, Wirtschaft, Tourismus und Gastronomie, aufzubauen, die sich für Regionalität und Kreislaufwirtschaft engagieren“, sagt Albert Stürmer, Obmann der BioRegion Mühlviertel.
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits mehr als 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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