Die Initiative Region mit FAIRantwortung besteht aus den vier Bezirken Braunau am Inn, Grieskirchen, Schärding und Ried im Innkreis. Das Netzwerk setzt sich kontinuierlich für die nachhaltige Förderung von fair gehandelten Produkten ein. Die teilnehmenden Bürger/innen haben in den letzten Monaten die Synergien bereits intensiv genutzt. „Der Erfahrungs- und Wissensaustausch ist am Beginn einer solchen Initiative besonders wichtig“, weiß Gerhard Wipplinger, Projektleiter und Regionalmanager für Nachhaltigkeit und Umwelt in der Region Innviertel. „Die Teilnehmer/innen treffen sich regelmäßig, tauschen Informationen und Unterlagen zum Thema Fairtrade, empfehlen Experten/innen für Vorträge weiter, berichten über Erfolge und Rückschläge in der Gewinnung von Fördermitteln und Sponsoren.“ Kontakte zu Betrieben, die Fairtrade-Produkten handeln, werden gepflegt und weiterempfohlen. Die Aktiven der Initiative stimmen außerdem Termine für Veranstaltungen miteinander ab und holen sich voneinander Anregungen. „Man spürt, dass die Sache ins Rollen kommt und das sich etwas tut“, erzählt Gerhard Wipplinger zufrieden.
Eine Wanderausstellung zur Bewusstseinsbildung
Ein aktuelles Projekt, an dem die Region mit FAIRantwortung derzeit arbeitet, ist die Wanderausstellung. Damit soll bei den Menschen die Aufmerksamkeit auf den Wert gelenkt werden, den sie durch den Kauf von fair gehandelten Produkten schaffen. „Wir möchten der Bevölkerung die dringende Notwendigkeit von Entwicklungszusammenarbeit und fairem Handel vor Augen führen. Mit dem Einkauf von fair gehandelten Produkten unterstützt man Menschen aus benachteiligten Ländern und setzt ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit“, sagt Wipplinger. Die von der Region mit FAIRantwortung und der Initiative Eine Welt Braunau geplante Ausstellung soll mit Ende des Jahres fertig gestellt sein. Ab Jänner 2012 soll sie bei Gemeinden und Pfarren im gesamten Innviertel bei Festen, Märkten und Vorträgen zum Einsatz kommen.
Partner gewinnen
Für das Jahr 2011 hat sich das Netzwerk vorgenommen, möglichst viele Gastronomiebetriebe, Pensionen und Urlaub am Bauernhof-Betriebe dafür zu gewinnen, bio-faires Frühstück anzubieten. Gerhard Wipplinger ist sich sicher: „Die anfänglich etwas höheren Kosten gleichen sich auf Dauer mit dem positiven Imagegewinn als bio-fairer Betrieb aus.“
Ostermiething ist die erste Fairtrade-Gemeinde
Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, dass zehn Innviertler Gemeinden Mitglied bei Fairtrade Österreich werden. Die erste Gemeinde hat sich das Prädikat Fairtrade-Gemeinde bereits verdient: Ostermiething im Bezirk Braunau. „Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung und zeigt, dass man mit Engagement rasch viel erreichen kann“, sagt Gerhard Wipplinger. Denn um Fairtrade-Gemeinde zu werden, muss eine Fairtrade-Arbeitsgruppe gegründet werden, Fairtrade-Produkte müssen in den örtlichen Gastronomiebetrieben und bei Nahversorgern leicht verfügbar sein. Öffentliche Einrichtungen sollen als Vorbilder aktiv werden und fair gehandelte Produkte verwenden. Auf diese Weise wird aktives Lobbying im Interesse der Entwicklungsarbeit geleistet.
Im April findet in Ostermieting das nächste Treffen der Initiative Region mit FAIRantwortung statt.
Bildtext: Das Netzwerk Region mit FAIRantwortung kämpft für die nachhaltige Förderung von fair gehandelten Produkten.
(Fotocredit: RMOÖ)
Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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