SCHLIERBACH. Einen perfekten Nachmittag erlebten rund 80 Menschen vorigen Samstag bei der SPES-Zukunftsakademie in Schlierbach. Auf dem Programm stand das Fest „let’s b-fair“, bei dem all jenen gedankt wurde, die sich ehrenamtlich für das Projekt B-Fair engagieren.
B-Fair ist ein Kooperationsprojekt der Oö. Akademie für Umwelt und Natur und dem Welthaus der Diözese Linz, bei dem sich Bürger/innen von Agenda 21-Gemeinden und Regionen gezielt mit der globalen Dimension nachhaltiger Entwicklung auseinandersetzen. Am Samstag waren genau diese Menschen, die sich ehrenamtlich für die faire Sache einsetzen, zu einem bunten Fest eingeladen. Begegnen – bestärken – begeistern. Der Samstagnachmittag in Schlierbach erfüllte die drei großen Ziele punktgenau. Noch nie hatten B-Fair-Akteure/innen Gelegenheit, sich so ausführlich mit Kollegen/innen aus anderen Agenda 21-Gemeinden auszutauschen. Bestärkt darin weiterzumachen wurden sie aber nicht nur durch den Informationsaustausch, sondern auch durch das Impulsreferat von Heini Staudinger. Der gebürtige Vöcklabrucker, der die Waldviertler Schuhwerkstatt als selbstverwalteten Betrieb leitet, zeigte auf, wie man mit unkonventionellen Methoden die regionale Wirtschaft ankurbeln kann.
Hervorragend kreativ werden konnten die Festbesucher/innen bei verschiedenen Workshops: Theater, Musik, Bildnerisches Gestalten und Fair-Essen. Besonders das Verkosten im Dunkeln war für viele eine spannende und extreme Erfahrung zugleich. Zwei Blinde zeigten auf, wie sie ihr Leben meistern. Jack Shaka, ein Gast aus Kenia, analysierte in Form von Rollenspielen die Gegensätze zwischen Europa und Afrika. Der krönende Abschluss war am frühen Abend das Konzert von „Querschläger“. Die Band aus dem Lungau kombinierte Musik und Kabarett auf besonders kraftvolle Art und Weise und hinterfragte Denkmuster sowohl im regionalen als auch globalen Kontext.
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Fotos (3): Welthaus Linz / honorarfrei
Infobox B-Fair Beim Projekt B-Fair soll den Bürger/innen bewusst gemacht werden, dass in einer globalisierten Welt ein enger Zusammenhang zwischen lokalem Denken und Handeln sowie globalen Entwicklungen besteht. Konkrete Schritte dazu können gemeindeweite Diskussionen und Vereinbarungen zur lokalen Umsetzung von globaler Fairness sein. Weiters besteht die Möglichkeit zu einer Begegnung mit Gästen aus den so genannten Entwicklungsländern. So soll Verständnis aufgebaut werden und andererseits kann ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden. Ein weiterer Schritt ist die Bewusstseinsbildung für saisonale, regionale, biologische und faire Produkte über „BioFaire-Frühstücke und Jaus’n“.
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Infobox Agenda 21
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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