1996 wurde in der Region eines der ersten beschilderten Wanderreitwegenetze intalliert und eröffnet. Mit der Entwicklung des Freizeitreitens in den 80er Jahren hat das Pferd eine neue Bedeutung bekommen. Früher fast nur als Zugtier eingesetzt wurde es zum Transportmittel auf vier Beinen.
Das beschilderte Wegenetz umfasst 560 Kilometer (3. Ausbaustufe in Umsetzung). An den Wegen liegen mehr als 40 Wanderreitbetriebe (Reiterhöfe, Pferderaststationen, Reitgasthöfe). Das Wanderreiten ist ein sehr ressourcenschonender Tourismus. Das Wanderreiten verbraucht wenig Energie (im Vergleich zum Wellnessurlaub) und verteilt zudem das Geld durch das Wandern mit dem Pferd gleichmäßig in der Region. Es gibt sehr komplexe Wertschöpfungsketten. Mehr als 70 Arbeitsplätze wurden geschaffen. In der Region werden mehr als 800 Pferde gehalten. Der landwirtschaftlichen Flächenverbrauch/Nutzung ist auch beachtlich. Für die Pferdehaltung werden Grünlandflächen im Ausmaß von rund 500 Hektar benötigt. Der Umsatz je Reitnächtigung liegt bei rund 70 Euro. Es werden rund 15 000 Nächtigungen durch den Wanderreittourismus erzielt.
Das Projekt ist österreichweit beispielgebend – vor allem die Art und Qualität der betrieblichen Zusammenarbeit ist einzigartig in Österreich.
Die Mühlviertler Alm hat als Wanderreitregion die Bezeichnung „Kompetenzzentrum“ durch die Landestourismusorganisation Oö. Tourismus erlangt. Diese Bezeichnung wurde per Beschluss der Oö. Landesregierung erteilt und ist im Kursbuch für Tourismus- und Freizeitwirtschaft verankert.
Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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