Wie sich Regionen in Zeiten der Globalisierung stärken können und wie das Umweltressort diese Zukunftsarbeit der Gemeinden in der Agenda 21 massiv stärkt, stellte Umwelt-Landesrat Rudi Anschober im Rahmen einer Pressekonferenz zum 1. Oö. Zukunftsfest vor.
Bad Wimsbach-Neydharting wird vom 30. Mai bis 1. Juni 08 zum Treffpunkt und Schauplatz Beispiel gebender Zukunftsinitiativen aus ganz Österreich und Bayern mit 120 Modellprojekten und einem vielseitigen Begleitprogramm.
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 gezielt Regionen, Gemeinden und ihre Menschen in ihren Bemühungen um eine gute Zukunft. Dabei werden alle gesellschaftlichen Gruppen eingebunden, Visionen und Ideen entstehen und konkrete Projekte werden umgesetzt. Nachhaltigkeit wird in den Maßstab der Menschen übersetzt und damit greifbar und erlebbar: Identifikation mit dem Lebensraum, gesellschaftliches Engagement, soziales Eingebunden sein, Stärkung der Kreativität zur Lebensraum-Mitgestaltung, Zukunftsorientierung und Weltoffenheit sind wichtige Aspekte für die "kleinen" Entwicklungsschritte, die die Lebensqualität vor Ort erhöhen. Das Handeln auf lokaler Ebene wird auch im Kontext der globalen Perspektive begreifbar.
Die Idee der Agenda 21 ist einfach: "Nur wenn die kleinsten Einheiten – die Regionen, Gemeinden, lokalen Vereine und Organisationen, Familien und letztlich jede/r Einzelne konkrete Schritte zu einem achtsamen Umgang mit den Lebensgrundlagen und der Zukunft setzen, ist die Welt zukunftsfähig. Das oö. Umweltressort sieht sich hier in der Rolle als Netzwerk-Knüpfer, Unterstützer und Möglichmacher. Oberösterreich setzt seit 1998 auf die Agenda 21. Vor wenigen Wochen wurde basierend auf der neuen Info-Kampagne das Agenda 21-Netzwerk Oberösterreich gestartet, das allen Beteiligten noch mehr Motivation und Unterstützung zukommen lassen will.
Als besonderer Anreiz für Gemeinden wurden ab sofort bessere Förderbedingunge
In Zusammenhang mit der neuen Info-Kamapagne werden wir in Zukunft verstärkt den Medien gut aufbereitete Berichte über die Aktivitäten und die Akteure/innen in oö. Agenda 21-Gemeinden und –Regionen zukommen lassen. Jede Gemeinde hat mit der neuen Info-Kampagne die Chance, mit tollen Agenda 21-Projekten medial auf sich aufmerksam zu machen.
Damit wollen wir noch mehr Gemeinden die Chance geben, Ihren Lebensraum mit den Bürgerinnen und Bürgern an den Prinzipien der Nachhaltigkeit auszurichten und gute Lösungen für die Zukunft zu schaffen.
Die Agenda 21 wurde 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der UNO in Rio de Janeiro als weltweites Leitprogramm für Nachhaltige Entwicklung beschlossen.
Anschober: "Wir möchten der voranschreitenden Politikverdrossenheit ein Beteiligungsmodell zur aktiven Zukunfts- und Lebensraumgestaltung gegenüberstellen und zeigen, dass sich Engagement sowohl für die Menschen als auch für die Umwelt und die Zukunft lohnt.
Eine zukunftsorientierte Umweltpolitik darf nicht an den Fragen von gestern hängen bleiben.
Neue Themen, die zwar im Ökologischen wurzeln, aber weit darüber hinaus reichen, fordern uns heraus. Es braucht Impulse für zentrale gesellschaftliche Weichenstellungen, eine Zukunftspolitik, die mehr an den Menschen und ihren Bedürfnissen ansetzt, die sich als Anwältin der Lebensqualität aller Menschen mit generationenübergreifenden Perspektiven versteht. Umweltpolitik der Zukunft definiert den Kern der Nachhaltigkeitspolitik und macht diese verständlicher und umsetzbarer. Durch das "100-Gemeindenprogramm zur Agenda 21" werden dezentrale Zukunftskompetenzen gestärkt und Bürger/innen aktiv beteiligt, so LR Rudi Anschober.
Die Vernetzung dieses Wissens und dieser Erfahrungen, das Lernen voneinander und vielfältige Anregungen und Impulse zur Umsetzung weiterer "wertvoller Projekte", prägen das 1. Oö. Zukunftsfest.
Erstmalig findet daher in der Marktgemeinde Bad Wimsbach-Neydharting ein Zukunftsfest als Treffpunkt und Schauplatz Beispiel gebender Zukunftsinitiativen aus ganz Österreich und Bayern statt. 120 Modellprojekte mit verschiedensten aktivierenden Aktionen und Präsentationen sowie ein vielseitiges Begleitprogramm erwarten die Interessierten aus der Region Welser Land und weit darüber hinaus.
Als Mitgliedgemeinde im Agenda 21-Netzwerk Oberösterreich versuchen die Wimsbacher mit vollem Engagement und Mut das gesamte Wochenende Ende Mai 2008 unter das Zeichen von Nachhaltigkeit und guten Zukunftsideen zu stellen.
Vom Freitag, 30. Mai bis Sonntag 1. Juni 2008, findet in Bad Wimsbach-Neydharting (Bezirk Wels-Land) das 1. Oö. Zukunftsfest statt. Steht der Freitagabend ganz im Zeichen des Gastgebers (Tag der Wimsbacher/innen), so werden am Samstag und Sonntag Zukunftsprojekte und Ideen aus ganz Österreich und darüber hinaus präsentiert.
Die Marktgemeinde Bad Wimsbach-Neydharting wird drei Tage lang Treffpunkt und Lernort für nachhaltige und zukunftsrelevante Initiativen sowie Projekte im Einklang mit der Natur und Umwelt
Nachhaltigkeit ist ein Appell an die Innovationsbereitschaft unserer Gesellschaft:
Wie lassen sich unsere wahren Bedürfnisse intelligenter erfüllen, ohne hohen Verbrauch an Umweltgütern und ohne unseren Lebensstandard zurückschrauben zu müssen? Wie schaffen wir den Umstieg auf erneuerbare Energieträger, die Energiewende als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz? Wie können wir mehr zu globaler Fairness beitragen?
Die Zukunft braucht Menschen, die diese Herausforderungen erkennen und Ideen entwickeln. Und dafür braucht es auch Modellprojekte, lokale Initiativen und Kooperationen, die Mut für die Zukunft machen, so Umwelt-Landesrat Rudi Anschober. Er lädt ein, diese sichtbaren Zeichen für eine lebenswerte und "nachhaltige" Zukunft kennen zu lernen und weiter zu tragen.
"Die Zukunft braucht Ideen, aber auch Beteiligung und vor allem den gegenseitigen Meinungsaustausch", sagt Bürgermeister KommR Walter Schindlauer, der sich über die Kooperation mit der Oö. Akademie für Umwelt und Natur freut. Die Besucher/innen und die Aussteller/innen werden viel Neues entdecken und Projekte anderer Regionen kennenlernen. Der Bogen der Aussteller spannt sich von Projekten aus anderen Agenda 21-Gemeinden über Institutionen aus dem Tourismus bis hin zu wirtschaftlichen und soziokulturellen Initiativen, die sich mit Nachhaltiger Entwicklung beschäftigen und damit eine lebenswerte Umwelt und Natur gewährleisten.
Zu folgenden 7 Themenschwerpunkten gibt es beim Zukunftsfest08 innovative Ausstellungen und Präsentationen sowie erlebnisreiche Begleitaktivitäten:
Lebensräume mit Weitblick planen
Gemeindenetzwerke und Gemeindekooperationen, Regionalentwicklung, vitale Ortskerne in ländlichen Gemeinden, sanfte Mobilität ...
Lokal und Regional Wirtschaften
Regionalwährungen, neue Nahversorgungs-Initiativen, Wirtschaftskooperationen, Kundenbindung als Erfolgsprogramm, Beschäftigungsbündnisse, Standortmarketing für Landgemeinden, (Tages-) touristische Innovationen ...
In ein neues Energiezeitalter
Energieautarke Gemeinde, Energie-Regionen, Ökostrom-Initiativen, Innovative Energiesparmodelle für Gemeinden/Betriebe/Private, Nutzung neuer Technologien, Energie und Mobilität, Klimabündnis ...
Bildung und Kultur bewegt
Öko-Schulen, Lehrgänge für Zukunftsmoderator/innen, zukunftsweisende Schulmodelle, interkultureller Dialog und interkulturelle Bildung, Talentebörse, Exkursionsprogramme für Zukunftsgemeinden ...
Gelebte Weltverantwortung
Global Marshall Plan, Cultural villages, Solidarprojekte von Gemeinden/Gruppen/Schulen, TransFair-Projekte, Friedensinitiativen ...
Gesundheit und Soziales
Modellprojekte zur integrativen Altenbetreuung, neue Gesundheitsregionen und -leitprojekte, Fitness und Vitalität im Alltag, Sozialprofile für Gemeinden und Regionen, ganzheitliche Gesundheit, Seniorengenossenschaften, SELBA-Programme, Förderung des Sozialkapitals (Ehrenamt) ...
In Wert setzen von Natur und Landschaft
Natur- und Landschaftsführer/innen, Bodenbündnis, Naturparks, alte Obst- und Gemüsesorten, "Essbare Landschaft", Ökotourismus, Naturgärten ...
Erwartet werden rund 15.000 Besucher/innen, unter ihnen zahlreiche Verantwortungsträger/innen aus dem politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben.
Öffnungszeiten: Samstag, 31. Mai (Tag der Nachhaltigkeit und Regionen) und Sonntag, 1. Juni 2008 (Tag der Wirtschaft und Regionen) jeweils von 10:00 – 18:00 Uhr bei freiem Eintritt.
Der Auftakt und die Eröffnung des 1. Oö. Zukunftsfestes finden am Tag der Nachhaltigkeit und Regionen statt, unter anderem mit spannenden Festvorträgen von
Am Sonntag, dem Tag der Wirtschaft und Regionen findet u. a. ein "Unternehmer/innenfrühstück" für die Unternehmerschaft der Region "Welser Land" statt. Bei einem gemeinsamen biofairen Frühstück wird Fritjof Finkbeiner, Unternehmer, Mitglied des Club of Rome und Vorstandsvorsitzender der Global Marshall Plan Foundation über "Global Marshall Plan: weltweit faire Rahmenbedingungen durch eine ökosoziale Marktwirtschaft" sprechen. Darauf folgt ein runder Tisch mit Wirtschafts-Landesrat KommR Viktor Sigl, Umwelt-Landesrat Rudi Anschober, Obmann der WK Wels-Land Bgm. KommR Walter Schindlauer und Fritjof Finkbeiner zum Thema "Was macht oö. Unternehmen regional und international erfolgreich?"
Die Global Marshall Plan Initiative setzt sich ein für ein verbessertes und verbindliches globales Rahmenwerk für die Weltwirtschaft, das Wirtschaft mit Umwelt, Gesellschaft und Kultur in Einklang bringt.
Es genügt nicht, nur Glühbirnen auszutauschen, es braucht eine Bündelung der Kräfte für weltweit fairänderte Gesetze und Rahmenbedingungen, Spielregeln für eine zukunftsfähige Weltwirtschaft!
(frei nach Al Gore: Umwelt- und Klimaschützer, Friedensnobelpreisträger 2007, ehem. US-Vizepräsident)
Besucher/innen, Beteiligte und Veranstalter dürfen sich schon jetzt auf 3 spannende, informative Tage mit viel Unterhaltung im Kurort Bad Wimsbach-Neydharting freuen.
Das Programm zur Auftaktveranstaltung und Eröffnung (Samstag, 31. Mai 2008, 09:00 bis 11:00 Uhr)
Das Gesamt-Programm im Überblick
Nähere Informationen unter: office@zukunftsfest08.at
Internet: www.zukunftsfest08.at
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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