STEINBACH AN DER STEYR. Seit 20 Jahren geht die Gemeinde den „Steinbacher Weg“. Er steht für ein ehrliches Miteinander von Parteien, Wirtschaft und Vereinen. Die Gemeinde Steinbach an der Steyr ist weltweit Vorbild und Vorzeigemodell für viele andere Agenda 21-Gemeinden und jene, die sich dieser Entwicklung noch anschließen wollen. Von Sonntag, 31. August, bis Donnerstag, 4. September, wird dieses Jubiläum gemeinsam mit den Jubiläen „10 Jahre Landesausstellung“ und „10 Jahre Ortsbildmesse“ gefeiert.
Buchpräsentation, Festgottesdienst, Vorträge, Ausstellungen – das Programm zum Dreifach-Jubiläum ist umfangreich und abwechslungsreich. „Wir arbeiten sehr viel nach außen – dürfen aber nicht vergessen, auch nach innen zu arbeiten“, sagt Agenda-Pionier Ing. Karl Sieghartsleitner. Der Obmann des OÖ. Vereins für Entwicklungsförderung ist überzeugt, dass nur etwas bewegt werden könne, wenn die Menschen in der Gemeinde von einem Thema berührt sind. „Miteinander Bürger gewinnen“ ist der Titel des Buches, das am Sonntag, 31. August, 10 Uhr, im Gasthaus Czerny vorgestellt wird. Es zeigt anhand von Beispielen wie Bürger/innenbeteiligung erfolgreich umgesetzt werden kann.
„Bürger/innenbeteiligung ist noch immer eine Mangelerscheinung“, sagt Sieghartsleitner. Er ist einer der drei Autoren. Gerade in der Politik mangele es daran. „Demokratie ist aber so wertvoll, dass wir sie nicht beschädigen dürfen – nicht aus parteipolitischen Überlegungen“, sagt er weiter. Beim Jubiläum „20 Jahre Steinbacher Weg“ wollen die Verantwortlichen bewusst machen, wie damals begonnen wurde, die Grenzen der Politik zu überwinden. „Ausgangspunkt war eine neue politische Kultur. Ein neues Umgehen miteinander“, erinnert sich Sieghartsleitner. Heute kennt man die Geschichte Steinbachs weit über Europa hinaus. Die innovative Form der Bürger/innenbeteiligung beschäftigt selbst Universitäten.
Auch Bürgermeister Dr. Christian Dörfel hält es für wichtig, in Erinnerung zu rufen, wie der Steinbacher Weg begonnen hat: „Mit dieser Veranstaltung wollen wir das Fundament des Steinbacher Weges sichtbar machen. Zusammenarbeit der Parteien und die Einbindung der Bürger/innen in den Entscheidungsprozess sind entscheidende Faktoren für die Entwicklung einer Gemeinde.“
Bei den Feierlichkeiten geht es aber nicht nur um Vergangenes, sondern auch um die Zukunft. Dörfel: „Wir wollen Herausforderungen aufzeigen und uns ihnen stellen – nicht den Kopf in den Sand stecken und warten, was kommt.“ Die Veranstaltungen sollen signalisieren, dass die Gemeindebürger/innen gemeinsam in der Lage sind, ihr Schicksal zu meistern. „Wenn wir es nicht machen, macht es keiner“, ist Bürgermeister Dörfel überzeugt.
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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