ALTMÜNSTER. Am 8. November findet um 19.00 Uhr beim Kirchenwirt Reindlmühl eine Informationsveranstaltung zum Thema Nahversorgung in der Reindlmühl statt. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, gemeinsam mit dem Agenda 21-Team die nächsten Schritte zu planen und konkrete Umsetzungsideen zu sammeln.
Die Sicherung der Nahversorgung und gleichzeitige Schaffung neuer Angebote ist eines der Hauptziele im Agenda 21-Prozess der Gemeinde Altmünster. Vor drei Jahren musste das letzte Lebensmittelgeschäft im Ort Reindlmühl seine Pforten schließen. Seither übernimmt eine Bäckerei die Funktion des lokalen Nahversorgers. Im Rahmen der Agenda 21 beschäftigen sich die Reindlmühler/innen damit, wieder eine umfassendere Nahversorgung im Ort aufzubauen. Im Sommer wurde die Bevölkerung vom Agenda 21-Team zum Thema Nahversorgung und ihrem Einkaufsverhalten befragt und vorzeigehafte Nahversorgungsprojekte in Steyrling, Vorderstoder oder in Eidenberg wurden besucht. „Dass die Bürger in Reindlmühl hinter dem Projekt stehen, ist die wichtigste Voraussetzung, um dieses Projekt auch wirklich anzupacken“, sagt Johann Schögl, Vizebürgermeister von Altmünster. „Der Nahversorger dient nicht nur zum Einkaufen sondern hat auch als Treffpunkt für alle Reindlmühler/innen eine soziale Funktion“, so Schögl weiter.
Am 27. Oktober wurden in der Volksschule die Ergebnisse der Umfrage präsentiert. 60 Bürger/innen haben an der Veranstaltung teilgenommen und darüber diskutiert wie die Nahversorgung wieder in den Ort geholt und das Angebot erweitert werden kann. Fast 75 Prozent der Bevölkerung sind für die Eröffnung eines neuen Geschäftes bzw. die Erweiterung der bestehenden Bäckerei. Sogar 94 Prozent der Befragten würden in Reindlmühl ihre Lebensmittel einkaufen.
Das Startkapital für die nötigen Umbauarbeiten könnte in einer Art Bausteinaktion zu einem Teil von der Bevölkerung aufgebracht werden. Das eingesetzte Kapital bekommen die Investoren im Laufe der nächsten Jahre in Form von Einkaufsgutscheinen wieder zurück. Die Reindlmühler/innen haben jetzt also die Möglichkeit, in ihre eigene Nahversorgung und zukünftige Lebensqualität zu investieren.
Bis 5. November können Absichtserklärungen ausgefüllt werden, in denen man die Bereitschaft erklärt, Einkaufsgutscheine in der jeweils gewünschten Höhe zu erwerben oder sich auch aktiv für die Entstehung des neuen Nahversorgers zu engagieren. Diese Absichtserklärungen liegen im Gemeindeamt und in der Bäckerei Reingruber in Reindlmühl auf.
Bildtext:
In Reindlmühl soll es bald wieder einen Nahversorger und ein großes Angebot an Lebensmitteln aus der Region geben.
(Fotocredit: Marktgemeinde Altmünster)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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