STEINBACH am Attersee / Wie können Jung und Alt gut miteinander leben? Was macht uns lebendig, was macht uns stolz? Diesen und vielen weiteren Fragen gingen Steinbacher und Steinbacherinnen am vergangenen Freitag bei der Agenda 21-Ideenwerkstatt nach.
Schon Ende des Vorjahres haben Gemeinderäte/-innen und Vereinsvertreter/-innen sich zum ersten Gedankenaustausch für eine Zusammenarbeit in einem Agenda 21-Prozess getroffen. Die wichtigsten Herausforderungen der Zukunft sollen in der Gemeinde mit breiter Bürgerbeteiligung diskutiert werden. Am Freitag startete der Prozess mit einer Ideenwerkstatt. Das Team „Leben und Wohnen in Steinbach“, hat das Treffen gut vorbereitet, sodass die über 60 anwesenden SteinbacherInnen mit viel Schwung ans Werk gehen konnten.
Im Kernteam arbeiten mit: Hedwig Ebner, Beate Enser, Nicole Eder, Bürgermeister Franz Kneißl, Johann Lindenbauer, Günther Oberschmid, Leopold Paulik, Franz Spalt, Franz Spiesberger, Andrea Steinegger, Eric Weglehner, Albert Zopf und Martin Zopf. Die Projektleitung haben Andrea Steinegger und Anton Stabentheiner inne.
Unter dem Motto „Steinbach – eine lebendige Gemeinde in intakter Umwelt – mit der Kraft des Ursprungs zu Neuem“ wurde über Wünsche, Sorgen und Erwartungen diskutiert. Ideen für konkrete Schritte wurden gesammelt und die weitere Vorgangsweise festgelegt. Zu den einzelnen Themenbereichen formieren sich bereits Arbeitsgruppen, die die zahlreichen Ideen noch vertiefen und bis zur Umsetzung vorbereiten werden.
Bürgermeister Franz Kneißl ist mit dem Auftakt sehr zufrieden: “Die große Beteiligung zeigt, dass der Weg, den die Agenda 21 vorgibt – nämlich wichtige Zukunftsentscheidungen gemeinsam vorzubereiten – der richtige ist für Steinbach. Wir wollen erreichen, dass sich Steinbach von einer „Versorgungsgemeinde“ – in der sich die BürgerInnen zurücklehnen und sich auf Institutionen verlassen, zu einer „Beteiligungsgemeinde“ entwickelt, in der zwischen BürgerInnen und Gemeinden konstruktiv zusammengearbeitet wird.“
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Mehr als 100 oberösterreichische Gemeinden haben bereits Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
(Fotocredit: Gemeinde Steinbach am Attersee/Gudrun Wallentin)
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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