Die Gemeinde Laakirchen ist seit 2009 Mitglied im Agenda 21-Netzwerk und arbeitet seither intensiv am Agenda 21-Zukunftsprofil. Seit Jänner 2010 wurde regelmäßig in Arbeitsgruppen an den sechs Leitthemen gefeilt. Diese sind „Jugend gestaltet mit“, „Kultur und Bildung“, „Natur und Umwelt“, „Miteinander und Integration“, „Ortsbildgestaltung“ und „Wirtschaft“. „Die Gemeinde Laakirchen wächst sehr schnell. Viele Zugezogene fühlen sich aber noch nicht ganz „zu Hause“. Es ist uns daher ein besonderes Anliegen, im Agenda 21-Prozess Ideen zu finden, um das Miteinander und die Einbindung der neuen Gemeindebürger/innen wesentlich zu verbessern“, erklärt Bürgermeister OStR Mag. Anton Holzleithner. Weitere Schwerpunkte sind nachhaltige Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz sowie eine Erweiterung des kulturellen Angebots. Obwohl das Agenda 21-Zukunftsprofil noch nicht formal beschlossen ist, hat die Gemeinde Laakirchen bereits einige Projekte realisiert. Es wurde eine Internet- und Facebookseite erstellt sowie ein neuer Standort für den freitäglichen Wochenmarkt gefunden. Die Projektgruppe für Natur- und Umweltschutz hat bereits Vorträge zu den Themen „Fledermausschutz“ und „Wertigkeit von Todholz im Wald“ organisiert. Jetzt widmet sie sich der Erstellung eines Gesamtenergiekonzeptes, um die Bevölkerung für erneuerbare Energien und Energieeinsparung zu sensibilisieren. Seit dem Frühjahr gibt es einen monatlichen Jugendstammtisch im Jugendzentrum. Ab September 2010 kochen und genießen Jugendliche gemeinsam internationale Gerichte in lockerer Atmosphäre. „Die Laakirchner/innen sind sehr interessiert am Agenda 21-Prozess und arbeiten engagiert an der Erstellung des Agenda 21-Zukunftsprofils mit. Das freut uns natürlich sehr, denn nur mit dem Rückhalt in der Gemeinde können Ideen auch erfolgreich in Projekten umgesetzt werden“, sagt Bürgermeister Holzleithner. Bereits am 16. September soll das Agenda 21-Zukunftsprofil im Gemeinderat beschlossen werden und dann geht es an die Umsetzung der vielen nachhaltigen Projekte. An einer umfangreichen Fragebogenerhebung 2009 haben sich über 400 Bürger/innen beteiligt und Vorschläge zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität und zur Stärkung des Miteinanders eingebracht. „Es war uns wichtig, gemeinsam mit den Bürger/innen festzustellen, was in der Gemeinde fehlt und welche Zukunftsthemen für unsere Gemeinde relevant sind“, sagt Holzleithner.
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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