LINZ, VÖCKLAMARKT. Unter dem Motto „Agenda 21 zeigt Profil“ stand gestern, Donnerstag, 2. April, das Oö. Agenda 21-Netzwerktreffen in den Redoutensälen Linz. Landesrat Rudi Anschober zeichnete im Rahmen dieser Festveranstaltung die Pfarre Sattledt sowie 22 Gemeinden aus, die in den Jahren 2007 oder 2008 ihr Agenda 21-Zukunftsprofil erstellt haben. Unter den ausgezeichneten Gemeinden befindet sich auch Vöcklamarkt im Bezirk Vöcklabruck.
„Gerade in Zeiten wie diesen zeigt sich die besondere Bedeutung und Sinnhaftigkeit des Agenda 21-Prozesses“, sagte Landesrat Rudi Anschober bei der Festveranstaltung. „Denn während sich die negativen Auswirkungen der Globalisierung an den Finanzmärkten offenbaren und eine Wirtschafts- und Finanzkrise heraufbeschworen haben, hält die Agenda 21 durch Nachhaltigkeit und Festigung regionaler Strukturen dagegen.“ Es sei klar, dass damit nicht die Probleme der Welt gelöst werden könnten, aber Kommunen und Regionen würden dadurch gestärkt – sowohl was deren nachhaltige Entwicklung als auch die wirtschaftliche Prosperität betrifft.
Die Gemeinde lebenswert und zukunftsfähig gestalten, Bürger/innenbewusstsein wecken und gemeinsames, nachhaltiges Handeln forcieren – diese Ziele verbindet die Gemeinde Vöcklamarkt mit der Agenda 21. Seit 2004 ist die 5.000 Einwohner/innen-Gemeinde beim Netzwerk für Menschen, Ideen und Lebensräume dabei und seit dieser Zeit sind zahlreiche interessante Projekte in die Tat umgesetzt worden – vom Besuchsdienst im Altenheim bis hin zum Vöcklataler als Veranstaltungsgütesiegel.
Bildtext: Vertreter/innen der Gemeinde Vöcklamarkt nehmen die Auszeichnung von Landesrat Rudi Anschober entgegen. Als Geschenk gab es eine fünf Meter lange Agenda 21-Fahne.
Fotocredit: Land OÖ/Cerpnjak (honorarfrei)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert. |
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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