„Gerade in Zeiten wie diesen zeigt sich die besondere Bedeutung und Sinnhaftigkeit des Agenda 21-Prozesses“, sagte Landesrat Rudi Anschober bei der Festveranstaltung. „Denn während sich die negativen Auswirkungen der Globalisierung an den Finanzmärkten offenbaren und eine Wirtschafts- und Finanzkrise heraufbeschworen haben, hält die Agenda 21 durch Nachhaltigkeit und Festigung regionaler Strukturen dagegen.“ Es sei klar, dass damit nicht die Probleme der Welt gelöst werden könnten, aber Kommunen und Regionen würden dadurch gestärkt – sowohl was deren nachhaltige Entwicklung als auch die wirtschaftliche Prosperität betreffe.
Kremsmünster und Vorderstoder sind zwei junge Agenda 21-Gemeinden. Beide sind erst im Jahr 2007 dazugestoßen und zeigen seitdem großes Engagement. Die vier Leitthemen des Zukunftsprofils in Vorderstoder lauten: Miteinander in Vorderstoder, Lebendige Ortsentwicklung, Wirtschaft-Landwirtschaft-Nahversorgung sowie Tourismus & Gastronomie. Erste Umsetzungserfolge sind die Sicherung des Nahversorgers, die Bergweihnacht, Start der Zeitbank 55+, Weichenstellungen in Richtung Biomasse-Nahwärmeanlage und die Entwicklung eines Vorderstoder-Spiels. Auch in Kremsmünster hat man sich ein neues Zukunftsprofil verpasst. Unter großer Bürger/innenbeteiligung ist ein Leitbild entstanden, das in vielen Bereichen den Weg in die Zukunft weist.
Bildtext Kremsmünster: Vertreter/innen der Gemeinde Kremsmünster nehmen die Auszeichnung von Landesrat Rudi Anschober entgegen.
Fotocredit: Land OÖ/Cerpnjak (honorarfrei)
Bildtext Vorderstoder: Vertreter/innen der Gemeinde Vorderstoder nehmen die Auszeichnung von Landesrat Rudi Anschober entgegen.
Fotocredit: Land OÖ/Cerpnjak (honorarfrei)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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