ST. JOHANN AM WIMBERG. Im September startete die Region Hansbergland mit dem Agenda 21-Vertiefungsangebot B-FAIR²¹. Damit soll ein Schwerpunkt auf das Thema „Globale Fairness in der Bioregion“ gelegt und bestehende Projekte zur globalen Fairness ausgebaut werden.
Da das Hansbergland auch eine Klimabündnisregion ist, wurden bereits Themen der globalen Fairness aufgegriffen und umgesetzt. Der Start zum Projekt „Entwicklung zur Bioregion Mühlviertel“ hat den Anstoß dazu gegeben, den B-FAIR²¹-Prozess in das Agenda 21-Programm der Region Hansbergland zu integrieren.
Im Mittelpunkt des Projektes steht, das Bewusstsein der Bürger/innen für globale und faire Produkte zu stärken. Ziel ist, dass die Menschen in der Region globale weltwirtschaftliche, ökologische und sozialkulturelle Zusammenhänge verstehen lernen. Erfahrungs- und Kulturaustausch mit Gästen aus Entwicklungsländern sollen dieses Verständnis ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung des Fairen Handels in den Gemeinden der Region. Regionalität und Saisonalität soll beim Produkteinkauf der Bürger/innen gefördert werden. Konkrete Maßnahmen wie ein „BioFaires Frühstück“ sind bereits geplant.
Schwerpunktmäßig wird der B-FAIR²¹-Prozess in den Gemeinden St. Peter, St. Johann und Helfenberg stattfinden. „Dabei soll die Region Hansbergland immer miteinbezogen und über Fortschritte und Entwicklungen am Laufenden gehalten werden“, sagt Albert Stürmer. Der Startschuss zum B-FAIR²¹-Prozess fiel am 27. September im Rahmen einer Regionsinformationsveranstaltung. Unter den Teilnehmern am gemeinsamen Brainstorming wurde als Dankeschön ein Korb mit biologischen und fair gehandelten Produkten verlost. Mit der Unterstützung vom Welthaus der Diözese Linz, der Leitstelle Agenda 21 in der Oö. Akademie für Umwelt und Natur und dem Regionalmanagement Oberösterreich sollen bis Anfang 2012 die Projekte zur globalen Fairness umgesetzt werden.
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Bgm. Engelbert Pichler (St. Peter), Bgm. Albert Stürmer (St. Johann), Gewinnerin des regionalen Korbes Marianne Radler, Heidemaria Hofer (Welthaus Linz)(Fotocredit: Regionalmanagement Oö)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet.
Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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