OBERINNVIERTEL. In den vergangenen Monaten hat sich viel getan. Bereits Mitte März wurde Bürgermeister/innen und Themenverantwortlichen das Projekt Seelentium und dessen Ablauf vorgestellt sowie Themenschwerpunkte erarbeitet. Nach den Gemeindetagen in den zehn Seelentium-Gemeinden, bei denen sich die Bevölkerung aktiv beteiligte, konnten bei der zweiten Fokusklausur in Gundertshausen bereits erste Ergebnisse präsentiert werden.
Das Programm bei den Gemeindetagen war dicht gedrängt. Zuerst gab es intensive Gespräche mit den Bürgermeister/innen, anschließend wurden bei Rundgängen die Besonderheiten der Gemeinde besichtigt und besprochen. Am Abend fanden Veranstaltungen statt, bei denen die Bevölkerung die Möglichkeit hatte, ihre Ideen und Wünsche einzubringen. Das Engagement war groß. Insgesamt beteiligten sich rund 350 Bürger/innen am Agenda-Prozess. Besprochen wurden vor allem Gemeindethemen, es wurden aber auch bereits Vernetzungsvorschläge eingebracht und versucht Synergien zu finden.
Ermöglicht wird der Agenda 21-Prozess zur nachhaltigen Entwicklung in der Teilregion Seelentium durch die LEADER-Region Zukunft Oberinnviertel-Mattigtal. Projektträger ist der LEADER-Verein, der für die Vernetzung der bereits bestehenden Strukturen sorgt. „Ich war von diesem großen Engagement sehr angetan. Wir haben damit gerechnet, dass einige kommen werden, dass es 350 Menschen sind, hat uns aber besonders gefreut. Genauso, dass etliche junge Menschen an den Workshops teilgenommen haben. Das ist gut so – es geht ja schließlich auch um ihre Zukunft“, sagt Friederike Blum, Geschäftsführerin der LEADER-Region Zukunft Oberinnviertel-Mattigtal.
Schätze heben und Einblicke gewähren
Die Rückmeldungen aus den Gemeinden waren durchwegs positiv. Vor allem die Hebung „ihrer“ Schätze war für die Bewohner/innen besonders interessant. Denn durch den Blick von außen wird es möglich, sich neu mit den Dingen auseinanderzusetzen und so ihre Schönheit und außergewöhnliche Seite neu zu entdecken. „Es sind in dieser Region sicher nicht zu weinige touristische Möglichkeiten vorhanden. Es ist jetzt vor allem wichtig, das Vorhandene gut aufzubereiten“, sagt Karlo Hujber, einer der beiden Prozessbegleiter.
Drei Schwerpunkte erleichtern Umsetzung
Nach den Gemeindetagen wurden die Ergebnisse gesichtet und im Tourismus zu<s> </s>Schwerpunkten wie „Natur vom Feinsten“ sowie „Kunst und Kultur, die bewegt“ und im „Socialcluster“ mit beispielsweise Nachbarschaftshilfe, bedarfsgerechte Wohnformen für Ältere oder Jugendarbeit zusammengefasst. Am 8. Juni wurden diese den Gemeindeverantwortlichen und allen Interessierten beim zweiten Fokustreffen in Gundertshausen präsentiert und diskutiert. Im September werden anhand der vorliegenden Ergebnisse Ziele und Startprojekte festgelegt. Im Oktober findet ein Impulstag statt, bei dem externe Experten/innen neue Denkanstöße zur Prozessumsetzung geben werden. Ziel ist es, am Ende umsetzbare Projekte zu erhalten.
Die Mitgliedsgemeinden der Region Seelentium Eggelsberg, Franking, Geretsberg, Haigermoos, Hochburg-Ach, Moosdorf, Ostermiething, St. Pantaleon, St. Radegund und Tarsdorf. Diese zehn Gemeinden sind Mitglieder der Leaderregion Oberinnviertel-Mattigtal und der Inn-Salzach Euregio/Regionalmanagement Innviertel-Hausruck. |
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Besonders erfreulich war, dass sich bei den Gemeindetagen auch viele junge Menschen mit ihren Ideen einbrachten.
(Fotocredit: RMOÖ; honorarfrei)
Was ist Agenda 21? Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Mehr als 100 oberösterreichische Gemeinden haben bereits Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert. |
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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