WEILBACH. Der Agenda 21-Prozess der Gemeinde steht ganz unter dem Motto „Weilbach beWEGen“. Kürzlich feierten die Bürger/innen gemeinsam die Fertigstellung des Agenda 21-Zukunftsprofils. Mit diesem Fest sollten noch mehr Weilbacher/innen motiviert werden, sich an der Umsetzung der Agenda 21-Projekte zu beteiligen. Hauptziele der Agenda 21 in Weilbach sind die Förderung der Nahversorgung, der lokalen Wirtschaft sowie die Stärkung des Miteinanders.
Die Gemeinde Weilbach (Bezirk Ried im Innkreis) hat allen Grund zum Feiern: Beim Oö. Agenda 21-Netzwerktreffen am 26. April wurde Weilbach für die Fertigstellung des Agenda 21-Zukunftsprofils durch Landesrat Rudi Anschober ausgezeichnet. Diesen Anlass nutzten die Weilbacher/innen für ein Fest, um schwungvoll in die Umsetzung weiterer Projekte zu starten. Die Bevölkerung steht hinter der Beteiligung am Agenda 21-Prozess, was die Besucherzahl von 250 Personen beim ersten Agenda 21-Fest in der Gemeinde beweist. „Das Interesse und die zahlreiche Beteiligung an der Präsentation der gestarteten Projekte gibt Motivation und Kraft zum Weitermachen und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Bürgermeister Hermann Vorauer stolz. „Denn nur durch Beteiligung und Engagement der Bürger/innen ist die Förderung einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Entwicklung der Gemeinde möglich“, fügt Agenda 21-Kernteamleiter Christian Pöttinger hinzu.
Bei der Veranstaltung wurde den Bürger/innen das Agenda 21-Profil präsentiert: Die wichtigsten Themen und Projekte sind erneuerbare Energien, die Erhaltung und Förderung von Nahversorgung und lokaler Wirtschaft, der Ausbau des Wanderwegenetzes und der Bau eines Naturspielplatzes. Während der Veranstaltung wurde gemeinsam die Wertschätzungsbrücke zusammengebaut. Sie symbolisiert, wie wichtig Rücksicht, Toleranz, Respekt, Ehrlichkeit, Vertrauen, Liebe, Wertschätzung, Freiheit und Gemeinschaft für die Lebensqualität in der Gemeinde sind. Sie wird künftig auf der Wiese im Ortszentrum stehen, um die Bürger/innen daran zu erinnern, diese Werte im Umgang miteinander zu leben. Für gute Unterhaltung sorgte die neu gegründete Theatergruppe mit ihrem Bühnendebüt. Sie gab einen Vorgeschmack auf weitere amüsante Theaterstücke.
„Die Gemeinde Weilbach zeigt, dass es trotz Finanzkrise möglich ist, durch viel Engagement und Eigeninitiative optimistisch und selbstbewusst in die Zukunft zu blicken“, resümiert Gerhard Wipplinger, Regionalmanager und Projektbegleiter für Nachhaltigkeit und Umwelt in den Bezirken Ried, Braunau und Schärding.
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In einem Theaterstück und mit Musik zeigten die Kinder der Volksschule, wie wichtig Wertschätzung in einer Gemeinschaft ist.
(Fotocredit: Franz Stiglbauer)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
Download (JPG, 192 KB)Letzte Änderung dieser Seite: 02.09.2010
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