LINZ, HOFKIRCHEN IM MÜHLKREIS. Das vorrangige Ziel der Agenda 21 ist, Nachhaltigkeit auf vielfältige Weise zu fördern. 103 oberösterreichische Gemeinden haben bereits Agenda 21-Prozesse gestartet und engagieren sich aktiv. Das Land Oberösterreich belohnt vorbildliches Engagement und zeichnete am 25. März im Schlossmuseum Linz besonders originelle und visionäre Ideen mit dem Agenda 21-Zukunftspreis aus.
Der Agenda 21-Zukunftspreis ist eine Sonderkategorie des Oberösterreichischen Landespreises für Umwelt und Natur. Ausgezeichnet wurden zukunftsorientierte Projektideen, die besonders visionär und nachhaltig sind, aktiv zur Umsetzung des Agenda 21-Prozesses beitragen sowie ehrenamtliches Engagement und Beteiligung der örtlichen Bevölkerung beinhalten. Verliehen wurde der Agenda 21-Zukunftspreis heute in einem Festakt im Schlossmuseum. Namhafte Vertreter der oberösterreichischen Landesregierung überreichten die Auszeichnungen an die Preisträger: Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landesrat Rudi Anschober und Landesrat Dr. Manfred Haimbuchner. Die preisgekrönten Projekte der Agenda 21 und damit die drei Hauptgewinner sind Labyrinthgemeinde Hofkirchen im Mühlkreis, die Gabenumfrage der Pfarre Sattledt und der SelbA-Trainingsplatz für Senioren/innen in Oftering. Sie erhalten als finanzielle Unterstützung für die Umsetzung ihrer Initiativen ein Preisgeld von je 1.300 Euro. Zusätzlich werden zwölf weitere kreative Projekte mit einem Anerkennungspreis von je 500 Euro bedacht.
Hofkirchen/Mühlkreis möchte sich im Rahmen des Agenda 21-Prozesses als Labyrinthgemeinde positionieren. In der Gemeinde entstehen drei Labyrinthe, die durch einen Themenweg miteinander verbunden sind. Das Gestaltungselement „Labyrinth“ findet sich auch im Ortsbild wieder und ist unter anderem an Gebäuden, Straßen und Sitzplätzen zu finden. Die Gemeinde Hofkirchen/Mühlkreis möchte die Zusammenarbeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Ort durch Gesprächsrunden zum Thema und gemeinsame Pflege der Labyrinthe stärken. Für die Gäste werden Führungen, Seminare und ein kulturelles Rahmenprogramm passend zum Thema geboten. Damit trägt Hofkirchen/Mühlkreis auch zur Schaffung neuer Arbeitsplätze bei. Im Juli 2010 werden die Labyrinthe im Zuge einer Veranstaltung eröffnet. „Die Labyrinthe in Hofkirchen/Mühlkreis sind eine sehr kreative Idee, die bereits überregionales Interesse ausgelöst hat“, lobt Günther Humer, Leiter der bei der Oö. Akademie für Umwelt und Natur angesiedelten Agenda 21-Leitstelle, den Innovationsgeist der Gemeinde Hofkirchen.
Zu den Anerkennungspreisträgern gehören unter anderem: die Agenda 21-Projektgruppe „Kulturverein KOMMA, Theater Tabor, Kulturbaden“ aus Ottensheim (Projekt „Gemeinschaftsatelier“), die Ottensheimer ARGE Granit, IG Welt, KOKO und Landjugend – Umsetzung Ottensheimer Wegweiser (Projekt „Maibaum für Agadez“), der Agenda 21-Arbeitskreis „Färbergemeinde Gutau“ (Projekt „Blaudruckwerkstatt“), das Agenda 21-Kernteam aus Gutau (Projekt „Radwege im Nahbereich des Ortszentrums“), der Verband Mühlviertler Alm, eine Agenda 21-Region (Projekt „Haus der Lebensregion“ – Kompetenzzentrum für zukunftsfähige Regionalentwicklung), der Agenda 21-Arbeitskreis „Natur und wir“ und der Agenda 21-Koordinator aus Eidenberg („Photovoltaik-Informationsbroschüre“) und der Agenda 21-Arbeitskreis „Kultur, Alltagskultur, Kunst, Tradition und Handwerk“ aus Saxen (Projekt „Kochen mit Begegnung – Interkulturelle Geschmackserlebnisse“).
Bildtext:
Hauptpreisträger Hofkirchen:
Das Siegerteam der Gemeinde Hofkirchen im Mühlkreis.
(Fotocredit: Land OÖ/Sieberer, honorarfrei)
Hofkirchen im Mühlkreis:
Die Labyrinthe sollen unter anderem das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken.
(Fotocredit: Oö. Akademie für Umwelt und Natur, honorarfrei)
Weitere Fotos unter:
www.land-oberoesterreich.gv.at
(Eventfotos)
(Fotocredit: Land OÖ/Sieberer, honorarfrei)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
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Letzte Änderung dieser Seite: 31.01.2012
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