Voneinander zu lernen und Erfahrungen mit anderen zu teilen war das Ziel des ersten regionalen Netzwerktreffens der Agenda-21-Gemeinden in den Regionen Wels-Eferding und Innviertel-Hausruck, das am 27. April in Kirchheim im Innkreis stattfand. 27 Vertreter aus 13 Gemeinden nutzten die Gelegenheit, um ihre Erfahrungen und Erfolge in Sachen „Agenda 21 - Programm für nachhaltige Gemeindeentwicklung“ auszutauschen.
Unter dem Motto „Der frische Wind in der Gemeinde“ wurden in angenehmer Atmosphäre die Themen Bürgerbeteiligung, Nahversorgung, Impulse für eine gerechtere Welt, sowie Energie- und Klimafragen diskutiert. Das vielfältige Wissen aller Beteiligten brachte dabei innovative und erprobte Lösungen auf den Tisch. Der Austausch der neuesten Entwicklungen in den Gemeinden war ebenso Teil des Abends wie die Frage, welche konkrete Unterstützung die Agenda-21-Gemeinden brauchen, um den Gemeindeentwicklungsprozess am Laufen zu halten. Das Regionalmanagement OÖ (RMOÖ) und die regionalen Vereine Inn-Salzach Euregio und Regionalforum Wels-Eferding freuten sich als Veranstalter über die Intensität und das Gelingen der Veranstaltung.
Der Kirchheimer Bürgermeister Hans Hartl bezog sich beim Netzwerktreffen auf den Schwerpunkt Nahversorgung: „Um Nahversorgung in der Gemeinde zu halten, müssen die GemeindebürgerInnen hinter den Betrieben in der Gemeinde stehen. Mit Bürgerabenden im Rahmen der Agenda 21 konnten wir dieses Ziel bereits unterstützen.“
Der Agenda-21-Prozess spricht nicht nur Gemeinden an, die sich weiterentwickeln wollen. Mittlerweile gibt es sogar eine Pfarre, die diesen Prozess gestartet hat, wie Mag. Agnes Pauzenberger, Regionalmanagerin für Nachhaltigkeit und Umwelt in der RMOÖ-Geschäftsstelle Wels-Eferding, berichtet: „Die Pfarre Sattledt zeigt, dass es nicht nur für Gemeinden wertvoll ist, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen. Projekte, die daraus entstehen, haben eines gemeinsam: Sie werden von BürgerInnen und Bürgern unterschiedlicher Berufs-, Alters- und Interessensgruppen erdacht, erarbeitet und gemeinsam umgesetzt.“
Gerhard Wipplinger, Regionalmanager für Nachhaltigkeit und Umwelt in der RMOÖ-Geschäftsstelle Innviertel-Hausruck, bietet allen Gemeinden, die ebenfalls einen Agenda-21-Prozess beginnen wollen, seine Unterstützung an: „Eine Gemeinde ist mit zahlreichen Aufgaben konfrontiert und muss sich ständig an neue Rahmenbedingungen anpassen. Das Regionalmanagement gibt den Gemeinden Orientierung und unterstützt mit Informationen, Anregungen und im Projektmanagement.“
Rückfragenkontakt:
Mag. Agnes Pauzenberger
RM für Nachhaltigkeit und Umwelt
RMOÖ-Geschäftsstelle Wels-Eferding
Tel.: 07242 / 207412-12
E-Mail: agnes.pauzenberger@rmooe.atGerhard Wipplinger
RM für Nachhaltigkeit und Umwelt
RMOÖ-Geschäftsstelle Innviertel-Hausruck
Tel.: 07722 / 65100-8146
E-Mail: gerhard.wipplinger@rmooe.at
Bildtext: Die TeilnehmerInnen des Netzwerktreffens trafen sich vor dem Workshop im „Land lebt auf“, dem neuen Nahversorger in der Gemeinde Kirchheim im Innkreis. Bereits hier wurde sehr engagiert über die Rolle der Bürgerbeteiligung in der Gemeindeentwicklung diskutiert. Foto: RMOÖ
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt „Agenda 21“ die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda-21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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