SATTLEDT. Das vergangene Wochenende stand in der Pfarrgemeinde Sattledt sprichwörtlich unter dem Motto „Sattledt klaubt“. Das ist der Titel des B-FAIR21-Projektes, das kürzlich von der Agenda 21-Pfarre umgesetzt wurde. Klaubende Sattledter/innen haben sich an der Obsternteaktion mit anschließender Veredelung beteiligt. Die Aktion hat sich gelohnt: Es konnten insgesamt rund 400 Liter Gär- und Süßmost aus alten Obstsorten hergestellt und damit ein wertvoller Beitrag zu nachhaltiger Ressourcennutzung geleistet werden.
Die Obsternteaktion war der Pfarre Sattledt ein großes Anliegen, denn diese entspricht einer Richtlinie, die im Agenda 21-Zukunftsprofil festgelegt ist. Die Pfarre hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, der Wegwerfgesellschaft entgegenzuwirken und verantwortungsvoll mit Umwelt und Natur umzugehen. Das Obst für die Ernteaktion wurde von den Sattledter Landwirt/innen zur Verfügung gestellt. Die gewonnen Gär- und Süßmoste werden in Zukunft bei Pfarrveranstaltungen ausgeschenkt. Mit der Obsternteaktion konnten damit mehrere nachhaltige Ziele erfüllt werden. Das Obst wird sinnvoll verwertet und damit gleichzeitig die österreichische Kultur und Tradition bewusst gemacht und gelebt. Der Most ist ein regionales Produkt, das umweltbewusst angeboten wird. Nicht zuletzt schafft das gemeinsame Arbeiten Freude und Freunde.
Dieses Projekt war ein Teil der Initiative B-FAIR21. Damit möchte sich die Agenda 21-Pfarre Sattledt ganz besonders für globale Fairness, Nachhaltigkeit und schonenden Umgang mit begrenzten Ressourcen engagieren. Das Vertiefungsangebot B-FAIR21 für Agenda 21-Gemeinden wird vom Welthaus der Diözese Linz begleitet und durch die Oö. Akademie für Umwelt und Natur gefördert. Die Pfarre Sattledt hat bereits weitere Projekte geplant, wie z.B. ein Pfarrcafé mit biofairen Produkten und Veranstaltungen mit Gästen aus Nicaragua.
Bildtext:
Fleißige Helfer/innen bei der Obsternteaktion „Sattledt klaubt“.
(Fotocredit: privat)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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