KIRCHHEIM IM INNKREIS. In kaum einer Gemeinde funktioniert die Beteiligung der Bevölkerung so gut wie in der Agenda 21-Gemeinde Kirchheim. „Von Kirchheim kann man lernen“, ist auch Bürgermeister Hans Hartl überzeugt. Die Innviertler Gemeinde ist eines von zwölf europäischen und einziges österreichisches Mitglied der Vereinigung „Kulturdörfer Europas“. 2010 hat Kirchheim doppelten Grund zu feiern: Die Gemeinde ist Kulturdorf Europas und wird 900 Jahre alt.
Kirchheim ist bekannt für seine Innovationen und seine Bevölkerungsbeteiligung. Ein Beleg dafür ist die Nahversorgung mit „Land lebt auf“. Die Innviertler Gemeinde war die dritte Gemeinde mit dieser Kombination aus Nahversorgung, Tankstelle, Poststelle, Lotto, Toto, Café, Kleiderreinigung und vielem mehr. Jedoch die erste bei der es dazu einen Prozess zur Bevölkerungsbeteiligung gab. „Wir veranstalten immer wieder Dorfabende bei denen die Bevölkerung gefragt und eingebunden wird“, sagt Hartl. Stolz verweist Bgm. Hartl auch auf das neue Mehrzweckgebäude, dass in Zukunft für Kultur-, Sport und Schulveranstaltungen genutzt werden kann. „Was uns noch fehlt ist ein prägnanter Name“. Mit einer Fotorally mit dem Titel Kirchheimer Meilensteine im Blickpunkt werden will die Gemeinde neue Sichtweisen gewinnen und lädt dazu in Zusammenarbeit mit dem KBW-Fotoclub Kirchheim zu einem anspruchsvollen Fotowettbewerb ein.
Mit dem Dorfabend am Donnerstag den 14. Mai 2009, um 19.30 Uhr in der neugestalteten Mehrzweckhalle, der von Wolfgang Mader von der SPES Akademie moderiert wird, lädt die Gemeinde alle Bürgerinnen und Bürger wieder ein, Ideen einzubringen und an der Zukunft Kirchheims weiterhin aktiv mitzugestalten.
Agenda 21 und Regionalmanagement
Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Wertepolitik statt Sachpolitik lautet die Devise. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was zu tun ist“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert. In Oberösterreich haben bereits 100 Gemeinden Agenda 21-Prozesse gestartet. Gerhard Wipplinger, Regionalmanager für Nachhaltigkeit und Umwelt in der RMOÖ-Geschäftsstelle Innviertel-Hausruck, bietet allen Gemeinden, die ebenfalls einen Agenda-21-Prozess beginnen wollen, seine Unterstützung an: „Eine Gemeinde ist mit zahlreichen Aufgaben konfrontiert und muss sich ständig an neue Rahmenbedingungen anpassen. Das Regionalmanagement gibt den Gemeinden Orientierung und unterstützt mit Informationen, Anregungen und im Projektmanagement.“
Foto: Honorarfrei Gemeinde Kirchheim, Arbeitsgruppe beim Dorfabend 2008
Für weitere Fragen steht Ihnen Gerhard Wipplinger unter der Nummer: 0664/82 83 878 gerne zur Verfügung.
Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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