INNVIERTEL. „Region mit FAIRantwortung“ – das ist das Motto eines Netzwerks, das aus den vier Bezirken Braunau am Inn, Grieskirchen, Schärding und Ried im Innkreis besteht. Seit November 2009 sammeln aktive Menschen in der Region Innviertel-Hausruck im Sinne der Agenda 21 Ideen, um Entwicklungszusammenarbeit zu ermöglichen und den Handel von Fairtrade-Produkten zu fördern.
Die Initiatoren/innen wissen, was sie wollen: Sie möchten Erfahrungs- und Informationsaustausch sowie Bewusstseinbildung rund um die Themen Fairer Handel und Entwicklungsarbeit leisten. „Wir haben hohe Erwartungen an unsere Arbeit. Wir möchten dazu beitragen, dass die Lebensbedingungen von Menschen in Entwicklungsländern durch faire Bezahlung verbessert und keine Kinder ausgebeutet werden“, betont Gerhard Wipplinger, Begleiter des Netzwerks und Regionalmanager für Nachhaltigkeit und Umwelt.
Die Teilnehmer/innen des Netzwerks möchten Vereine dafür gewinnen, bei ihren Veranstaltungen Fairtrade-Produkte zu verwenden. Genauso sollen teilnehmende Gemeinden bei verschiedensten Anlässen nur Lebensmittel mit dem Fairtrade-Gütesiegel anbieten. „Ein wichtiger Schritt, um den Handel von Fairtrade-Produkten voranzutreiben, ist ein dichtes Netzwerk von Einzelhändlern aufzubauen, die sich mit ihrem Sortiment darauf spezialisieren“, erklärt Wipplinger. Weitere Ziele sind, dass Pfarren und Schulen langfristig Frühstücke anbieten, die nur aus Fairtrade-Lebensmitteln hergestellt werden. Das Biofaire Frühstück ist ein Angebot von Welthaus Linz, ein ideales Instrument zur Bewusstseinsbildung.
Zehn Innviertler Gemeinden sollen Mitglied bei Fairtrade Österreich werden. Um das zu erreichen, muss eine Gemeinde verschiedene Ziele erfüllen. Dazu gehört die Gründung einer Fairtrade-Arbeitsgruppe, die leichte Verfügbarkeit von Fairtrade-Produkten in Gastronomiebetrieben sowie aktives Lobbying im Interesse der Entwicklungsarbeit. Das Netzwerk möchte außerdem die Bewusstseinsbildung der Innviertler/innen für die dringende Notwendigkeit von Entwicklungsarbeit und fairem Handel fördern. Zu diesem Zweck sind Filmtage, Ausstellungen, Vorträge und Kulturveranstaltungen geplant. Einen wesentlichen Meilenstein stellt das nächste Netzwerktreffen im Mai in Braunau dar. „Dort werden erste Projekte ausgearbeitet und konkretisiert, um sich danach gemeinsam in die Umsetzung zu stürzen“, sagt Wipplinger.
Bildtext:
Die Teilnehmer/innen des Netzwerktreffens Region mit FAIRantwortung freuen sich auf die Umsetzung ihres Projektes.
(Foto: Regionalmanagement Oberösterreich/honorarfrei)
Webtipp: www.fairtrade.at
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
Internet: www.agenda21-ooe.at
Medienkontakt:
Tanja Gönye
PLEON Publico – Public Relations & Lobbying
Stelzhamerstraße 2, 4020 Linz
Tel.: +43 (0) 732 / 784 777-23
Mobil: +43 (0) 676 / 837 864-23
E-Mail: t.goenye@pleon-publico-lz.at
Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
© Amt der oberösterreichischen Landesregierung
Impressum