EIDENBERG. Der Agenda 21-Prozess in Eidenberg wurde neu gestartet. Am vergangenen Wochenende hat die Zukunftsklausur in der Gemeinde stattgefunden, um die Themen für die nächsten Jahre auszuarbeiten. „Wir möchten an die bisherigen Erfolge anknüpfen und noch mehr für die Gemeinde erreichen“, sagt Agenda 21-Koordinator Anton Bauer.
Bereits im Jahr 2000 hat Eidenberg einen sehr erfolgreichen Agenda 21-Prozess begonnen. Für die Erstellung einer Photovoltaik-Informationsbroschüre wurde die Gemeinde 2009 mit dem Oö. Landespreis für Umwelt und Natur ausgezeichnet. Eine Photovoltaik-Gemeinschaftsanlage ist derzeit in Planung. Schon im Jahr 2005 wurden die Bemühungen des Eidenberger Agenda 21-Teams zur Energieeinsparung mit diesem Preis gewürdigt. Neben der Herausgabe eines Gemeindehandbuches außerdem wurde s’Gschäft, ein Lebensmittelnahversorger, im Ort gegründet. Vor allem haben die Mitarbeiter/innen des Arbeitskreises Soziales und Familie viele nachhaltige Projekte umgesetzt. „Diese und sehr viele andere erfolgreiche Projekte machen uns stolz. Wir wollen uns aber nicht auf dem was wir erreicht haben ausruhen. Im Gegenteil, wir möchten noch mehr Verbesserungen für die Bürger/innen unserer Gemeinde bewirken und den Agenda 21-Prozess weiterführen“, sagt Bauer.
Zu diesem Zweck hat vergangenes Wochenende die Zukunftsklausur mit dem renommierten Prozessbegleiter Karlo Hujber aus Schleedorf stattgefunden. Mit ihm zusammen möchte Anton Bauer neuen Schwung in den Agenda 21-Prozess in Eidenberg bringen. „Wir haben gemeinsam mit der Bevölkerung sehr intensiv gearbeitet und möchten uns in den nächsten Jahren den Themen Arbeit und Wirtschaft mit Landwirtschaft; Naturraum, Umwelt, Energie; sowie Soziales, Gesundheit, Lebensraum widmen“, fasst Bauer die Zielsetzungen zusammen. In den nächsten Wochen und Monaten wird das Agenda 21-Kernteam gemeinsam mit den Bürger/innen daraus das Zukunftsprofil 2020 und konkrete Projektideen erarbeiten.
Zwei Gruppen des bisherigen Agenda 21-Prozesses bleiben bestehen. Die Agenda 21-Gruppe Natur & wir möchte sich weiterhin mit dem Thema Energiezukunft und gleichzeitigem Natur- und Landschaftsschutz beschäftigen. Der Agenda 21-Arbeitskreis Kultur entwickelt ein Kulturprogramm für Jung und Alt.
„Die Agenda 21 wird auch in den nächsten zehn Jahren ein fortlaufender Prozess sein, an dem sich viele Bürger/innen beteiligen können und sollen, um die Zukunft der Gemeinde und unserer Heimat, mitzubestimmen“, betont Anton Bauer. Er erhofft sich viele, engagierte Mitstreiter/innen. Auch in der Öffentlichkeitsarbeit geht die Gemeinde Eidenberg neue Wege. Neben dem Laufzettel, Print- und Intermedien stehen an fünf Stellen in der Gemeinde Steine, die den Sinn der Agenda 21, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, symbolisieren und mit Informationen versehen sind. Sie sollen die Bürger/innen dazu anhalten, stehen zu bleiben und darüber zu sprechen.
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Die Stimmung im Agenda 21-Team in Eidenberg ist prächtig, so wie hier beim Kindermusical des Kulturarbeitskreises.
(Fotocredit: Anton Bauer)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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