Ernst Ulrich von Weizsäcker bringt es auf den Punkt, wenn er meint, "die gut 5000 Agenda 21-Initiativen sind weltweit das Lebendigste, was vom großen 92er Erdgipfel in Rio geblieben ist." Oberösterreich setzt seit 1998 auf die Agenda 21. Die Idee ist einfach: "Nur wenn die kleinsten Einheiten – die Regionen, Gemeinden, lokalen Vereine und Organisationen, Familien und letztlich jede/r Einzelne konkrete Schritte zu einem achtsamen Umgang mit den Lebensgrundlagen und der Zukunft setzen, ist die Welt zukunftsfähig." Das oö. Umweltressort sieht sich hier in der Rolle des Unterstützers und Möglichmachers.
Nach 10 Jahren intensiver Agenda 21-Arbeit in oö. Gemeinden und Regionen wird einerseits gefeiert und andererseits werden die Weichen für die Zukunft neu gestellt.
Anschober: "Wir möchten der voranschreitenden Politikverdrossenheit ein Beteiligungsmodell zur aktiven Zukunftsgestaltung gegenüberstellen und Oberösterreichs größten Arbeitsprozess für nachhaltige Zukunftsgestaltung massiv ausbauen".
Stellvertretend für die vielen Akteur/innen und Entscheidungsträger/innen zeichnen einige ausgewählte Agenda-Bürgermeister/innen ein buntes und vielfältiges Bild:
"Es ist nicht nur gelungen, die Zahl der Agenda-Prozesse in den vergangenen 4 Jahren von 35 auf über 90 deutlich zu steigern, sondern es konnten auch viele neue Menschen beteiligt und zahlreiche Projekte umgesetzt werden. Damit sich das als eine breite Bewegung festigen kann, braucht es ein landesweites Netzwerk, das noch besser trägt, informiert, unterstützt und das Gefühl vermittelt: Da möchte ich dabei sein", fasst Oö. Umweltlandesrat Rudi Anschober die Ziele des neuen landesweiten Netzwerkes zusammen.
Mit der neuen Info-Kampagne gibt sich die Marke "Agenda 21" nach zehn erfolgreichen Jahren ein neues Gesicht. Am augenscheinlichsten ist das neue Logo, das den Netzwerkgedanken aller Agenda 21-Aktivitäten ausdrückt. Agenda 21 wird damit zu einem landesweiten Netzwerk für Menschen, Ideen und Lebensräume.
Ab sofort steht die neue Homepagewww.agenda21-ooe.at zur Verfügung. Das vierteljährlich erscheinende Magazin 21 berichtet von Menschen, Projekten und Themen. Die E-Mail-Adresse für alle Anliegen lautet office@agenda21-ooe.at. Ein Pocket-Info-Folder und der Leitfaden "Lebensraum mit Zukunft" informieren Interessierte und Aktive. Speziell für Gemeinden und Regionen, die einen neuen Agenda 21-Prozess starten wollen, gibt es maßgeschneiderte Angebote (Info-Paket, Info-Abend, Orientierungsworkshop, etc.)
Die oberösterreichweite Koordination des Netzwerkes Agenda 21 erfolgt durch die Leitstelle Agenda 21 in der Oö. Akademie für Umwelt und Natur. Diese hat nun starke regionale Unterstützung erhalten. In der Regionalmanagement Oö. Ges.m.b.H. stehen seit kurzem 5 Regionalmanager/innen für Nachhaltigkeit und Umwelt u.a. als dezentrale Unterstützer/innen des Agenda 21 Netzwerks Oberösterreich zur Verfügung:
Wilhelm Patri, der Geschäftsführer der Regionalmanagement Oö. Ges.m.b.H. meint dazu: "Die Bürger/innenbeteiligungsprozesse zur Agenda 21 bereiten in vielen Gemeinden und Regionen Oberösterreichs den Boden für Veränderungen, Innovationen und vertrauensvolle Partnerschaften. Durch unsere Regionalmanager/innen für Nachhaltigkeit und Umwelt werden wir die Agenda 21 verstärkt als Instrument für zukunftsfähige Regionalentwicklung in Oberösterreich nutzen."
Agenda 21 ist auch Teil des neuen oberösterreichischen Programms für Ländliche Entwicklung 2007-13 und steht damit in enger Verbindung mit den 24 oberösterreichischen LEADER-Regionen.
Darüber hinaus kooperiert das Agenda 21-Netzwerk Oberösterreich eng mit der Global Marshall Plan-Initiative, mit Pfarren, mit der Klimarettung, mit lokalen Wirtschaftsinitiativen, mit Bildungseinrichtungen, mit der Kampagne zum "Ökologischen Fußabdruck", mit den Nachhaltigkeitskoordinator/innen Österreichs, mit der Europäischen Kampagne zukunftsbeständiger Städte und Gemeinden und vielen anderen.
Am 26. März 2008 um 19:00 Uhr trifft sich die oberösterreichische Agenda 21-Community und alle Interessierten im Kunstmuseum Lentos beim großen Fest "Agenda spinnt Zukunft". Es werden Bilder, Zitate, Statements und Erfahrungen präsentiert. Der Politologe Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmeier wird über "Skizzen einer (Gemeinde-)Politik der Zukunft" sprechen. Und es wird vor allem auch die Info-Kampagne zur Agenda 21 mit den vielen neuen Tools vorgestellt.
"Die Philosophie der Agenda 21 – Zukunftsorientierung, Nachhaltigkeit, Regionalität, Weltoffenheit, persönliches Engagement und Beteiligung – ist die Politik der Zukunft. Das Schönste daran ist, dass die Menschen damit wieder etwas mehr in den Mittelpunkt rücken", so Anschober abschließend.
Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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