ALTMÜNSTER. In der Gemeinde Altmünster im Bezirk Gmunden tut sich Einzigartiges – und zwar in zweierlei Hinsicht. Zum einen wird im nördlichen Salzkammergut – und das ist eine Premiere in Oberösterreich – gerade ein Pfarragenda-Prozess mit einem Gemeindeagenda-Prozess kombiniert. Und zum zweiten identifizieren sich die Bewohner/innen von Neukirchen und Reindlmühle so stark mit ihren jeweiligen Ortschaften, dass dort eigene Zukunftswerkstätten abgehalten wurden.
Alexander Hader von der SPES-Akademie, die den Agenda 21-Prozess in Altmünster begleitet, war vom Besuch der vier Zukunftswerkstätten der Pfarre, des Ortes Altmünster sowie den beiden Ortsteilen Neukirchen und Reindlmühle begeistert. „Wir hatten summa summarum rund 230 Besucher/innen – das ist für einen Auftakt äußerst vielversprechend. Es ist erfreulich, wie viele Menschen sich mit ihren Ideen und Meinungen einbringen wollen.“
„Heimat leben. Zukunft gestalten!“ – Der Titel, unter dem der Agenda 21-Prozess in Altmünster steht, sagt recht deutlich aus, wohin die Reise gehen soll. „Mir liegt es besonders am Herzen, die Lebensqualität in unseren Ortschaften zu halten und zu stärken“, sagt Bürgermeister Hannes Schobesberger. „Altmünster soll noch mehr als bisher zu einer familienfreundlichen Wohlfühlgemeinde werden.“
Obwohl die vier Zukunftswerkstätten in der ersten Phase unabhängig voneinander agieren, wurden bereits viele gemeinsame Themen besprochen: Perspektiven für die Jugend, Altenbetreuung, Nahversorgung, Schutz der Kulturlandschaft, Schutz der Wasserressourcen, neue Verkehrslösungen oder die Vision eines energieautarken Altmünster. „Die Wahrung der Identität und die zielgerichtete Weiterentwicklung der drei Orte ist ein vorrangiges Ziel“, sagt Hader. „Es ist in allen vier Zukunftswerkstätten schnell klar geworden, dass es Aufgaben gibt, die gemeinsam viel leichter zu bewältigen sind als alleine.“ Aus diesem Grund wird bei zukünftigen Agenda 21-Aktivitäten immer wieder das Verbindende in den Mittelpunkt gestellt. Ein Verbindendes ist auch das Logo, das vom jungen Grafiker Alexander Führer entworfen worden ist.
Bildtexte:
Zukunftswerkstätte: Bei den vier Zukunftswerkstätten (unser Bild zeigt jene vom 18. Mai im Landhotel Reiberstorfer für den Ort Altmünster) wurde eifrig an der Entwicklung der Gemeinde gearbeitet.
(Foto: SPES-Akademie/honorarfrei)
Logo: Alexander Führer hat ein verbindendes Logo kreiert.
(Fotocredit: Alexander Führer/honorarfrei)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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