NATTERNBACH. Unter dem Motto „abenteuer.zukunft – Die Richtung stimmt!“ hat die Gemeinde Natternbach am 10. Juli die Fertigstellung des Agenda 21-Zukunftsprofils gefeiert. Auf einem Rundweg durch den Wald konnten sich die Bürger/innen an verschiedenen Themenstationen nicht nur über die Inhalte des Zukunftsprofils informieren, sondern diese auch erleben.
Am 26. April 2010 wurde die Gemeinde Natternbach für die Fertigstellung ihres Zukunftsprofils beim Oö. Agenda 21-Netzwerktreffen ausgezeichnet. Diesen wichtigen Meilenstein im Agenda 21-Prozess wollte das Kernteam gebührend mit den Natternbacher/innen feiern. Für das erste Agenda 21-Fest der Gemeinde am vergangenen Wochenende hat sich das Agenda 21-Kernteam daher etwas ganz besonderes überlegt: Den Besucher/innen wurde das Agenda 21-Zukunftsprofil auf einem Rundweg durch den Wald präsentiert. „Wir wollten die Bürger/innen nicht einfach nur über die Inhalte des Zukunftsprofils informieren. Uns war wichtig, dass sie diese auch erleben können, damit sie sich besser vorstellen können, welche Entwicklungsthemen Natternbach zu bieten hat“, erklärt Bürgermeister Josef Ruschak. Der Rundweg war kreativ mit fünf Stationen zu den Leitthemen des Zukunftsprofils „Neugestaltung Ortszentrum“, „Tourismus“, „Gesunde Gemeinde“, Kinder und Jugend“ sowie „Nahversorgung“ gestaltet. Nach einer Andacht haben rund 50 Besucher/innen gemeinsam den Rundweg erkundet. Die Führung fand einen gemütlichen Ausklang beim Wirt in Tal, wo Landtagsabgeordneter Maximilian Hiegelsberger der Gemeinde Natternbach die Ortstafel „Gesunde Gemeine“ überreichte.
Zum Thema „Neugestaltung Ortszentrum“ war auf einer großen Tafel das Ortszentrum der Gemeinde abgebildet und die Ideen zur Neugestaltung aufgelistet. An der Station „Tourismus“ konnten sich die Bürger/innen über die vielen Erlebnis- und Naherholungsmöglichkeiten der Region informieren. Ein „Indianer“ gestaltete mit den kleinen Natternbacher/innen sogenannte Gebetspfeile, die – laut indianischer Überlieferung – die Wünsche für die Zukunft in Erfüllung gehen lassen, wenn die Pfeile in die Erde gesteckt werden. Bei der Themenstation „Gesunde Gemeinde“ konnte man an einer Duftorgel verschiedene Gerüche des Waldes erraten. Einige Schätze der Natternbacher Natur konnten die Teilnehmer/innen des Rundgangs in Form von Aufstrichen und Säften verkosten.
An der „Kinder und Jugend“-Station konnten sich die Besucher/innen einen Bauernkrapfen beim Schießen mit einer Zapfenschleuder verdienen. Ein Barfußweg führte über weichen Waldboden und kühles Nass. An der letzten Station „Nahversorger und Direktvermarkter“ erwartete die Bürger/innen eine Ausstellung der Natternbacher Unternehmen, die wichtige Arbeitgeber und Ausbildungsstätten sind. Auch hier wurden Produkte zur Verkostung angeboten. Josef Ruschak ist zuversichtlich, mit der Feier Aufbruchstimmung bei den Bürger/innen erzeugt zu haben. „Unser erstes Agenda 21-Fest war sehr gelungen und wir möchten den Natternbacher/innen gerne wieder eine solche Veranstaltung bieten, um noch mehr Menschen für nachhaltige Gemeindeentwicklung zu begeistern“, resümiert Bürgermeister Ruschak.
Ziel des Agenda 21-Prozesses in Natternbach ist es, das Ortszentrum neu zu gestalten, eine Basis für die Zukunft der Kinder und Jugendlichen zu schaffen, mehr Freizeit- und Erlebnisangebote zu realisieren sowie die Gesundheit der Bürger/innen zu verbessern und zu erhalten. „Wir haben bereits mit der Umsetzung einiger Projekte begonnen. Ein Beispiel ist der Naturerlebnispfad über die Initiative der Natternbacher Wildkräuterpädagogin Angela Panhölzl. Um die Neugestaltung des Ortsplatzes ist besonders der Verein ,Natternbacher Zukunft’ unter Obmann Manfred Ruschak bemüht. Das Wanderwegenetz und Indianerspielgelände sollen in den nächsten zwei Jahren weiter ausgebaut werden. Projekte zur Gesunderhaltung unserer Bürger/innen sind z.B. verschiedene Sportkurse, Suchtprävention in Schulen und Vorträge über Krebsprophylaxe“, fasst Josef Ruschak die Initiativen im Agenda 21-Prozess grob zusammen.
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Landtagsabgeordneter Maximilian Hiegelsberger (2.v.r.) überreichte SELBA-Leiterin Ernestine Dornetshuber, Arbeitskreisleiterin „Gesunde Gemeinde“ Hildegard Ruschak und Bürgermeister Josef Ruschak, stellvertretend für die Natternbacher/innen, die Ortstafel „Gesunde Gemeinde“ (von links).
Wildkräuterpädagogin Angela Panhölzl hat bei der Themenstation „Gesunde Gemeinde“ den Besucher/innen Aufstriche und Säfte aus der Region zur Verkostung angeboten. v.l.: Hermann Mühlböck, Rosa Humer, Verena Entholzer (Kind) Helga Entholzer, Evelyn Klaffenböck, Rosa Kirchberger undUrsula Gröswagen.
(Fotocredit: Marktgemeinde Natternbach/Sageder)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
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Letzte Änderung dieser Seite: 02.09.2010
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