PRAMBACHKIRCHEN. Gemeindeinteressen stehen in Prambachkirchen im Bezirk Eferding ganz klar vor Parteiinteressen. Dafür sorgt die Agenda 21. Denn für die Veranstaltung „Zukunft.Fest.Feiern“ setzen die Parteien vorübergehend sogar den Wahlkampf aus. Die Wahlplakate werden überklebt, um das große Fest, das am Sonntag, 6. September, ab 10.30 Uhr in der Volksschule steigt, anzukündigen.
In Prambachkirchen wurde im vergangenen Jahr sehr viel „ver_rückt“. Perspektiven wurden gewechselt. Viele Menschen kamen zu Wort, die in der Gemeinde leben, arbeiten oder zur Schule gehen, die sich bisher eher zurückhaltend zeigten. Themen wie Nachhaltigkeit, Zukunft und Entwicklung gewannen an Bedeutung. Im Zuge des Agenda 21-Prozesses „Prambachkirchen ver_rückt“ haben sich die engagierten Bürger/innen gefragt, was zu tun ist im 21. Jahrhundert und wofür die Gemeinde eigentlich steht.
„Jetzt ist vieles geschafft“, sagt Mag.a Gerlinde Grubauer, von Beginn an eine der treibenden Kräfte des Agenda 21-Prozesses. „Ein Zukunftsprofil ist erstellt, Projekte sind am Weg, die Gemeinde hat neue Ziele.“ Auf jeden Fall ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um einmal ausgiebig zu feiern. Und zwar am Sonntag, 6. September, in der Volksschule.
Die Besucher/innen erwartet ab 10.30 Uhr eine gemütliche Frühschoppen-Atmosphäre, in der das Zukunftsprofil und der Konsumenten/innenführer vorgestellt werden. Musikalisch verwöhnen die Jugendjazzband „Bojazzl“ und der Kinderchor Prambachkirchen. Im Kultursaal präsentieren sich die Unternehmer/innen mit der Ausstellung „Wir wirtschaften für Prambachkirchen“. Um das leibliche Wohl kümmern sich der örtliche Nahversorger und die Bauern und Bäuerinnen der Region.
Bildtext: Der Kinderchor Prambachkirchen hat beim Agenda 21-Fest „Zukunft.Fest.Feiern“ am 6. September einen großen Auftritt.
(Fotocredit: Gemeinde Prambachkirchen/honorarfrei)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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