WELS / Welche Möglichkeiten bieten die raren Grünflächen der Innenstadt und wie müssten sie dann idealerweise ausschauen? – Einfache, aber zentrale Fragen, über die man sich gleich vor Ort Gedanken machen konnte. Im Pollheimerpark hat die Agenda-Gruppe einen Brunch veranstaltet und Welser-/innen dazu eingeladen. In sehr gemütlicher Atmosphäre – fast wie in einem Schanigarten – wurden Anregungen aufgenommen, was den Pollheimerpark und das angrenzende Areal in Zukunft ausmachen soll. Neben vielen gestalterischen Vorschlägen (Abschirmung zur Straße hin, Wasser im Park usw.) wäre eine Belebung durch Aktionen – am Beispiel des durchgeführten Brunchs – sehr begrüßenswert, war der Tenor der Besucher-/innen.
Picknick im Park
Für den Gaspark wurde zu einem Planungspicknick eingeladen. Geworden ist es dann ein gemütlicher Spätnachmittag mit selbstgebackenen Kuchen und Saft, vielen Gesprächen, jeder Menge Picknickdecken und Luftballonspiele. Insgesamt wurden siebzig Teilnehmer-/innen gezählt. Ein erfahrener Slackliner spannte zwei Slacklines (Balancierseile) an denen sich einige probierten. Welser Breakdancer gaben eine bejubelte Vorführung und zeigten den Kindern Tricks. Alle wurden in die Planung eingebunden und konnten ihre Verbesserungen für den Gaspark einbringen. Es wurde klar, dass den Charme des Gasparks der alte Baumbestand ausmacht. Dieser lässt den Park zu einer Grünoase mitten in der Stadt werden. Ebenso wichtig ist, dass der Park für alle möglichen Besuchergruppen zugänglich und nutzbar ist. Ein wiederkehrender Wunsch war der nach einer geeigneten Fussballspielfläche. Aber auch eine Rutsche, eine Sandkiste, überdachte Sitzmöglichkeiten, ein WC, ein Trinkwasserbrunnen, eine Parkbetreuung, eine Lösung des "Mistproblems" und vieles mehr standen schlussendlich auf der Wunschliste.
Beide Gruppen freuten sich sehr über den gelungenen Start der Planungsprozesse. Sie werden von der Stadt Wels und dem Regionalmanagement OÖ organisatorisch unterstützt. Das Land OÖ fördert die fachliche Begleitung durch Freiraumplaner. Mit vollem Elan und der Vorfreude auf neue, besser nutzbare Parks engagieren sich die Agenda Gruppen auch weiterhin für ihre Projektanliegen.
Bildtext: Recht fröhlich ging es zu, bei den beiden Planungspicknicks in Welser Innenstadt-Parks.
(Fotocredit: Agenda 21/Pauzenberger)
Was ist Agenda 21? Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Mehr als 100 oberösterreichische Gemeinden haben bereits Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert. |
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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