Mit 16 Läufern war Höhnhart kürzlich beim Marathon in Rotterdam vertreten. Ein Symbol für den Elan der Gemeinde, die nun schon den zweiten Anlauf in einen Agenda 21-Prozess meistert. In den nächsten Tagen erhalten alle Haushalte das neue Leitbild zugesandt.
Bereits im Jahr 2000 erarbeiteten Bürger-/innen der Gemeinde Höhnhart ein Agenda 21-Leitbild. 10 Jahre lang diente dieses als Richtungsweiser bei allen Entscheidungen in der Gemeinde. Vor zwei Jahren startete Höhnhart einen neuen Anlauf. Mit Projektgruppen und in vielen Arbeitskreissitzungen wurden neue Ziele und Leitsätze formuliert. Bei der Präsentation am vergangenen Mittwoch gab es dazu sogar ein anschauliches Bild: Projektbetreuer Anton Diermair gestaltete und malte den Höhnharter Zukunftsbaum. Das Dorf bildet dabei das Fundament bzw. die Wurzeln. Die Äste stellen die Arbeitsgruppen und Handlungsfelder dar. In den nächsten Jahren sollen Blätter und Früchte, also zukünftige Projekte aus den Ästen sprießen.
Gerhard Wipplinger, Regionalmanager für Nachhaltigkeit & Umwelt verwies bei der Präsentation in einem Beitrag auf den Mehrwert im Projektmanagement durch die Berücksichtigung der Prinzipien der Nachhaltigkeit. Regionale Kreisläufe fördern die regionale Wirtschaft und sichern damit Arbeitsplätze und auch die Lebensqualität in der Gemeinde.
Die Höhnharter Projektgruppen haben eine ganze Menge von Maßnahmen erarbeitet, die in der nächsten Zeit umgesetzt werden sollen. Im Arbeitskreis Landwirtschaft unter Ferdinand Moser stehen die Produktion von natürlichen Lebensmitteln und der Einkauf heimischer Produkte im Vordergrund. Im Arbeitskreis Umwelt und Energie unter der Leitung von Johann Gatterbauer wird unter anderem an regionaler Energieversorgung, energiesparenden Maßnahmen und am Hochwasserschutz gearbeitet. Bewegung, Ernährung, Weiterbildung und die Überwindung von Generationenbarrieren stehen im Arbeitskreis Senioren unter der Leitung von Edith Moser an. Martin Moser hat in seinem Arbeitskreis Kultur unter anderem Veranstaltungsangebote, Öffentlichkeitsarbeit für die Pfarrkirche und die Förderung der Talente in der Gemeinde am Programm. Sport ist das Thema von Ferdinand Gramiller. In diesem Arbeitskreis wird großes Augenmerk auf die Förderung der Kinder, auf das Öffnen des Angebotes für neue Sportarten und die Zusammenarbeit mit den Vereinen gelegt. Ein eigener Arbeitskreis unter Georg Schwarzmair widmet sich dem Springerzentrum und damit verbundenen Fragen bzw. dessen wirtschaftlicher Vermarktung. Der Arbeitskreis Gesunde Gemeinde wird von Johanna Hintermair geleitet und befasst sich auch mit der Vernetzung zu den Vier-Sonnen-Gemeinden Aspach, Rossbach und St. Veit. Themen rund um die Familie widmet sich Eva Schöppl-Aigner in ihrem Arbeitskreis – Spielplätze, Bücherei, Oma-Dienst sind einige der Themen in dieser Runde. Um den Arbeitskreis Tourismus hat sich Bürgermeister Erich Priewasser angenommen. Die Belebung der Gastronomie, das Angebot von Fremdenzimmern und der Ausbau der vorhandenen Attraktionen ist hier angesagt.
Viel ist in den Arbeitskreisen noch zu tun – die Ideen müssen verdichtet und Prioritäten müssen gesetzt werden. Im Herbst werden die konkreten Projekte bei einem Bürgerabend der Gemeinde vorgestellt.
Bildtext: Der Zukunftsbaum ist ein Symbol für die geballte Energie, die im neuen Agenda 21-Prozess in Höhnhart steckt.
(Fotocredit: Agenda 21 Höhnhart)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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