Das Baumgartenberger Zukunftsprofil ist in einem eineinhalbjährigen Prozess unter Beteiligung zahlreicher Bürger/innen entstanden. „Dieses Miteinander braucht es nun auch in der gemeinsamen Umsetzung“, betonen Gusenbauer und Gottfried Weilig, Sprecher der Agenda 21-Gruppe Baumgartenberg. Die ersten sechs Modellprojekte sind zum Teil bereits sehr weit gediehen. So wird das Projekt „Spiel und Spaß ohne Ende“, bei dem es um die Errichtung eines naturaktiven Spielplatzes geht, noch im heurigen Jahr realisiert. Eifrig gearbeitet wird in den Workshops auch an bedarfsgerechter Kinderbetreuung, an einem regionalen Wegenetz, am Lebensgarten Baumgartenberg (ein Tagesbetreuungsprojekt für ältere Menschen), am bäuerlichen Genussladen sowie am Projekt „Miteinander unterwegs – es lohnt sich“.
Dass in Baumgartenberg auch stets der Blick über den Tellerrand hinaus gewagt wird, zeigte das Engagement von Michael Pelzer als Festredner. Der Bürgermeister aus Weyarn (Landkreis Miesbach, Bayern) skizzierte den Weyarner Weg der Bürger/innenbeteiligung. „Die Bürger/innen sind bei uns nicht Kunden/innen, auch nicht Untertanen/innen, sondern Mitgestalter/innen“, betonte Pelzer. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von einem Musikensemble des Musikvereins Baumgartenberg. Ihren gemütlichen Ausklang fand sie bei Most und Kost aus Baumgartenberg sowie vielen angeregten Diskussionen.
Bilder: - Gute Stimmung im vollen Marktstadl
- Vizebürgermeister Karl Gusenbauer
- Festredner Michael Pelzer
Fotos (3): Gemeinde Baumgartenberg/honorarfrei
Was ist Agenda 21? Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert. |
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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