AGENDA 21 NETZWERK OÖ. Die vierte und letzte Ausgabe des Magazins 21 in diesem Jahr widmet sich dem Bedürfnis der Menschen nach altersgerechter Versorgung. Die Agenda 21-Gemeinden stellen zukunftsweisende Projekte vor, wie Jung und Alt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Seit 1960 ist die Lebenserwartung der Menschen um acht Jahre gestiegen. Dem gegenüber stehen sinkende Geburtenzahlen. Der Anteil der älteren Bevölkerungsgruppe nimmt im Verhältnis deutlich zu. Dieser Trend zeichnet sich in den meisten europäischen Ländern ab, Oberösterreich ist davon nicht ausgenommen. Um ein Bewusstsein in der Bevölkerung für diese Entwicklung zu schaffen, beschloss die EU für 2012 das „Jahr des aktiven Alterns und der generationsübergreifenden Solidarität“. Anlässlich des Agenda 21-Prozesses haben viele Gemeinden bereits Projekte realisiert, die den Bedarf an altersgerechter Versorgung decken. Das Magazin 21 stellt einige Ideen vor, die sich in anderen Gemeinden ebenfalls umsetzen lassen.
Das Magazin 21 wird Abonnenten/innen zugesandt bzw. kann ab 7. Dezember auf der Webseite www.agenda21-ooe.at angefordert werden.
Mühlviertel: Die steigende Lebenserwartung führt zu neuen Anforderungen an das Leben und Wohnen im Alter. Die Vertreter/innen der Mühlviertler Alm gründeten im Zuge des Agenda 21 Projektes „Lebensqualität im Alter“ drei Arbeitskreise, die sich mit ambulanter Pflege und der Optimierung von Organisationsstrukturen und Pflegeprozessen beschäftigen. Die Jugendlichen der Mühlviertler Alm organisierten ein Generationenwochenende mit einem Film über die Veränderungen ihrer Jugendzeit im Vergleich zu der ihrer Großeltern.
Baumgartenberg: Im Zuge des Agenda 21 Prozesses entwickelten die Verantwortlichen der Gemeinde Baumgartenberg ihr Zukunftsprofil. Das daraus entstandene Impulskonzept „Lebensgarten Baumgartenberg“ umfasst zwei Teilprojekte: das Seniorium Machland – ein Senioren/innen-Pflegeheim und den Klostergarten. An der Umsetzung wird derzeit intensiv gearbeitet.
Zukunftsforum Windhaag: Das Zukunftsforum Windhaag ist eine Plattform der Jugend, bei der globale Umwelt- und Gesellschaftsprobleme diskutiert werden. Aber auch gegenwärtige politische und gesellschaftliche Herausforderungen werden zur Sprache gebracht. Die Jugendlichen nutzen die Möglichkeit, um sich untereinander zu vernetzen und ihre gemeinsamen Ziele zu verfolgen.
Niederkappel: Der Agenda 21 Arbeitskreis „Jugend (be)lebt“ ist schwerpunktmäßig für die Jugendarbeit in Niederkappel zuständig, trotzdem wird der Kontakt zu älteren Generationen gesucht. Ältere Mitmenschen sind keine Belastung, sondern eine Quelle an Erfahrungen und Wissen, aus der die Jugendlichen schöpfen können. Durch gemeinsame Erlebnisse bauen Jung und Alt ihre Vorurteile der jeweils anderen Generation gegenüber ab.
Gmunden und Vöcklabruck: Die Offenen Technologie Labore (OTELO) in Gmunden und Vöcklabruck gewähren Menschen Raum für kreative und technische Aktivitäten. OTELO verbindet zahlreiche Anwendungsfelder aus Technik, Medien und Kunst beispielsweise mit Hilfe von 3D-Druckern, dem Basteln mit Robotern oder unter Verwendung von Solarenergie. In einem Entwicklungs- und Experimentierraum sind der Phantasie der Besucher/innen keine Grenzen gesetzt.
Moosdorf: In Moosdorf soll ein Dorfmobil angeboten werden. Ziel ist, die Mobilität erhöhen. Konkret soll für jene Fahrtstrecken, die nicht durch öffentliche Verkehrsmittel abgedeckt werden, eine Alternative wie ein Dorfmobil angeboten werden. Dies stellt keine Konkurrenz zu Bussen und Taxis dar, sondern eine Erweiterung und Verbesserung des bestehenden Angebots.
Was ist Agenda 21? Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Mehr als 100 oberösterreichische Gemeinden haben bereits Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert. |
Medienkontakt:
Mag. Marlene Maier
Prizovsky&Partner
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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