KALTENBERG. „Die Mühlviertler Alm wachsen lassen“ – Unter diesem Motto steht der Nachhaltigkeitslehrgang 2010 des Verbandes Mühlviertler Alm. Ziel des Lehrganges ist es, den Menschen der Region Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die sie im Beruf, im Alltag und bei ehrenamtlichen Tätigkeiten anwenden können. Der Lehrgang, der kürzlich im Hotel-Gasthof Neubauer startete, war binnen kurzer Zeit ausgebucht.
Der Regionalverband Mühlviertler Alm und seine zehn Mitgliedsgemeinden bemühen sich seit mittlerweile neun Jahren um die nachhaltige Förderung und Entwicklung von Kommunalwesen, Landwirtschaft, Gewerbe, Tourismus, Sozialem und Kultur im unteren Mühlviertel. Der Nachhaltigkeitslehrgang stellt bei diesen Bemühungen einen wichtigen Meilenstein dar. „Wir möchten damit die Beteiligung der Menschen an der Zukunftsgestaltung der Region fördern und ermöglichen, denn um effizient mitgestalten zu können, ist Wissen notwendig“, erklärt Lehrgangsleiterin Edith Kern-Klambauer. Dementsprechend befasst sich der Nachhaltigkeitslehrgang 2010 mit regionalen Kooperationen, demografischen Entwicklungen in der Region und Rahmenbedingungen wie Energie, Mobilität, Klimawandel, soziales Kapital und der Begrenztheit von Ressourcen.
Schwerpunktthemen des ersten Termins waren Nachhaltigkeit auf globaler, regionaler und lokaler Ebene, Umsetzung von zukunftsorientierten Tätigkeiten in Gemeinden und Regionen sowie Arbeiten in regionalen Netzwerken. „Das erste Modul ist bei den Teilnehmern/innen sehr gut angekommen. Wir haben durchwegs positive Rückmeldungen bekommen. Es war ein sehr spannender und konstruktiver Nachmittag“, zieht Kern-Klambauer Resümee.
Den Abendvortrag gestaltete Mag. Christian Felber von Attac Österreich zum Thema Kooperation und Konkurrenz mit besonderem Augenmerk auf die globalen finanziellen Entwicklungen und was jede/r Einzelne tun kann. Die Seminarteilnehmer/innen zeigten sich sehr interessiert und auch viele andere Menschen aus der Region, die zu dieser Abendveranstaltung, die für die breite Öffentlichkeit zugänglich war, gekommen waren.
Zahlreiche Referenten/innen von der Oö. Akademie für Umwelt und Natur, dem Regionalmanagement Oberösterreich, das Lebensministerium, EUREGIO Bayerischer Wald-Böhmerwald, Fachbereich Nachhaltigkeit und Umwelt, und der SPES-Zukunftsakademie geben ihre Erfahrungen preis und sorgen damit für regionales Wissensmanagement. Diese Institutionen unterstützten den Nachhaltigkeitslehrgang 2010 inhaltlich, organisatorisch und finanziell. Die Praxisbeispiele der Referenten/innen liefern Impulse für Diskussionsrunden und die Umsetzung von konkreten Projekten in Kleingruppen. „Der Lehrgang ist als dynamischer Prozess angelegt, um sicherzustellen, dass die Teilnehmer/innen ihre Fähigkeiten stärken und neue Kompetenzen entwickeln können“, erklärt Kern-Klambauer den Ablauf des Seminars. Gastvortragende aus der Region zeigen mit ihren Praxisbeispielen die Potenziale des Mühlviertels auf.
Bildtext:
Christian Felber:
Christian Felber signierte im Anschluss seine Bücher.
(Fotocredit: Verband Mühlviertler Alm)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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