MICHAELNBACH. Zu einem regionalen Netzwerktreffen versammelten sich diese Woche Akteur-/innen aus den Gemeinden der Inn-Salzach-Euregio und dem Regionalforum Wels-Eferding. Im Mittelpunkt des Erfahrungsaustausches stand das Thema Nachhaltigkeit.
Wann ist ein Agenda 21-Projekt auch wirklich nachhaltig? Dieser Frage gingen die Teilnehmer beim Netzwerktreffen in Michaelnbach anhand von vier konkreten Beispielen auf den Grund. Das Projekt „Belebung und Gestaltung Ortszentrum“ in Michaelnbach, der „Naturerlebnispfad Indianerdorf“ in Natternbach, die „Naturschule, Rosenblütenfest“ in St. Veit und die „Wirkungsanalyse“ in der Gemeinde Munderfing wurden beim Netzwerktreffen auf ihre Wirkung der Nachhaltigkeit hin abgeklopft. Die Leitstelle der Agenda 21 in der Oö. Akademie für Umwelt und Natur beim Land Oberösterreich definiert sieben Prinzipien der Nachhaltigkeit: Regionale Identität, Einklang mit der Natur, Langfristigkeit über Generationen hinweg, Vielfalt als Reichtum, Partnerschaftlichkeit, Qualität vor Quantität und das Prinzip der Nähe.
Die Teilnehmer diskutierten einen Abend lang, wie diese Prinzipien in den Agenda 21-Projekten, die im kommunalen Bereich zumeist mit großem ehrenamtlichen Engagement vorangetrieben werden, berücksichtigt werden können.
Organisiert haben das Netzwerktreffen die beiden Agenda 21- Regionalmanager/innen für Nachhaltigkeit und Umwelt Agnes Pauzenberger und Gerhard Wipplinger.
Bekenntnis zur Nachhaltigkeit
Agnes Pauzenberger, Regionalmanagerin Wels-Eferding-Grieskirchen: „Nachhaltigkeit bedeutet, dass Entscheidungen von heute nicht zu Lasten von Morgen werden. Mit der Berücksichtigung der Prinzipien der Nachhaltigkeit gelingt es, dass wir unsere Welt ‚Enkerltauglich’ machen.“
Gerhard Wipplinger, Regionalmanager Ried, Schärding, Braunau: „Mit Bürger/innenbeteiligung kann es gelingen, die Schätze in den Gemeinden - Talente, Fähigkeiten und Naturraum – zu heben und zu nutzen.
Bürgermeister Martin Danmayr: „Die Gemeinde Michaelnbach hat sich entschlossen, die Planung zur Neugestaltung des Ortsplatzes zu öffnen und die Bürger-/innen mit ihren Ideen, Anforderungen und Erfahrungen einzubinden. Das hat seitens der Bevölkerung zu viel mehr Verständnis für kommunale Entscheidungsprozesse, einem offenen und sachlichen Dialog, mehr Wertschätzung und zu hoher Identitätsstiftung geführt.“
Frau Panhölzl, Naturerlebnispfad Natternbach: „Die größten Schätze unserer Region finden wir vor der Tür.“
Bürgermeister Franz Kreißl: „Durch die aus dem Agenda 21-Prozess hervorgegangene Naturschule ist die Gemeinde St. Veit weit über die Grenzen hinaus bekannt geworden.“
Bürgermeister Martin Voggenberger: „In den vergangenen 15 Jahren wurden in unserer Gemeinde zahlreiche Projekte umgesetzt. Das Ergebnis der Wirkungsanalyse in Munderfing steht dem Gemeinderat als wertvolle Entscheidungsgrundlage zur Verfügung
Bildtext: Die Organisatoren des Netzwerktreffens in Michaelnbach befassten sich mit dem Bezug der Agenda 21-Projekte zur Nachhaltigkeit.
(Fotocredit: Agenda 21/honorarfrei)
Was ist Agenda 21?
Das Land Oberösterreich unterstützt mit dem Schwerpunkt Agenda 21 die Umsetzung von Zukunftsprozessen in Gemeinden und Regionen. Ziel ist die Sicherung und Verbesserung lokaler Lebensqualitäten für gegenwärtige und künftige Generationen. Bereits 100 oberösterreichische Gemeinden haben Agenda 21-Prozesse gestartet. Agenda 21 setzt auf Bürger/innenbeteiligung, Praxisnähe, Langfristigkeit, Überschaubarkeit, Ganzheitlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was ist zu tun?“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert.
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Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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