BAD WIMSBACH-NEYDHARTING. Drei Tage lang von Freitag, 31. Mai, bis Sonntag, 1. Juni, spielte sich in Bad Wimsbach-Neydharting die Zukunft ab. Die 2.362-Seelen-Gemeinde im Bezirk Wels-Land war beim 1. Oö. Zukunftsfest Treffpunkt und Lernort für nachhaltige und zukünftige Initiativen. Die Besucher/innen konnten sich einen guten Überblick über spannende Projekte mit Weitblick aus ganz Österreich verschaffen.
Der Bogen der Aussteller spannte sich von Projekten aus den Agenda 21-Gemeinden über Institutionen aus dem Tourismus bis hin zu wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Initiativen, die sich mit Nachhaltiger Entwicklung beschäftigen und damit eine lebenswerte Umwelt und Natur gewährleisten. Begleitend zum interessanten Ausstellerangebot gab es auch ein attraktives Rahmenprogramm für alle Altersgruppen.
Besondere Aufmerksamkeit wurde den beiden Festrednern, Univ.-Prof. DDr. Bijan Amini, dem Gründer der Krisenpädagogik, und Frithjof Finkbeiner (Club of Rome) zu teil. Letzterer forderte weltweit faire Rahmenbedingungen durch eine ökosoziale Marktwirtschaft.
Eine mehr als zufrieden stellende Bilanz durfte die Gemeinde Bad Wimsbach-Neydharting ziehen. „Wir waren bestrebt, mit dem Zukunftsfest auch anderen Gemeinden Mut zu machen, die positive Entwicklung durch die Agenda 21 voranzutreiben. Ich glaube, das ist uns ganz gut gelungen“, übt sich Bürgermeister Walter Schindlauer in Bescheidenheit. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober zeigte sich von 1. Oö. Zukunftsfest beeindruckt: „Bad Wimsbach-Neydharting hat sich als gesellschaftlich engagierte und zugleich weltoffene Gemeinde präsentiert – der ideale Boden, um viele neue Ideen und Initiativen für die Zukunft entstehen zu lassen.“
Wichtige Bauherrn der Zukunft (von links): Bad Wimsbachs Bürgermeister KommR. Walter Schindlauer, Umwelt-Landesrat Rudi Anschober und der Leiter der OÖ. Akademie für Umwelt und Natur, DI Wolfgang Rescheneder mit Referenten des Zukunftsfestes in Bad Wimsbach, Univ.Prof. Dr. Bijan Amini (li) und LAbg. Josef Ober (re). (Fotocredit: Land OÖ / honorarfrei)
Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Wertepolitik statt Sachpolitik lautet die Devise. Agenda kommt aus dem Lateinischen und meint „Was zu tun ist“, 21 steht für ein lebenswertes 21. Jahrhundert. In Oberösterreich haben bereits mehr als 90 Gemeinden Agenda 21-Prozesse gestartet.
Letzte Änderung dieser Seite: 18.05.2012
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