20 Personen posieren vor einem Baum für Foto
News
Co-Design Zukunft
Steyr-Kirchdorf
06.05.2021

Co-Design Zukunft: Die Zukunft der Region selbst gestalten

Das eigene Lebensumfeld selbst gestalten, eigene Ideen für die Region in die Tat umsetzen – wie kann das gelingen? Das fragt man am besten die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Agenda 21-Lehrgangs „Co-Design Zukunft“ aus der Region Steyr-Kirchdorf, die dieser Tage ihre Abschlusszertifikate erhalten. Aus dem Lehrgang sind 14 Praxisprojekte entstanden, die die Region bereichern.

Der Lehrgang - organisiert vom Regionalmanagement OÖ und der Oö. Zukunftsakademie - richtet sich an kreative, gestaltungsbereite Menschen mit unterschiedlichen Talenten, die eine positive Zukunft im Dorf, in der Gemeinde oder auch der Region (mit)gestalten möchten. Sie können aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen: Aus Vereinen und dem Freiwilligenengagement, aus der Gemeindepolitik und Verwaltung, aus der Regionalentwicklung oder auch, weil man einfach an der Zukunft und der Region interessiert ist. Ziel des Lehrgangs ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das nötige Know-how zu vermitteln, um eine attraktive Zukunft der Gemeinde oder Region mitzugestalten.

In der Region Steyr-Kirchdorf haben 18 Personen den Lehrgang „Co-Design Zukunft“ besucht und erfolgreich abgeschlossen. Dieser Tage bekommen die AbsolventInnen ihre Teilnahmezertifikate zugesandt, die geplante feierliche Überreichung ist leider aufgrund der Corona-Bestimmungen nicht möglich.

"Der neu konzipierte Lehrgang CoDesign Zukunft bietet engagierten Personen in unserer Region Steyr-Kirchdorf die Chance, sich Handwerkszeug zur Entwicklung und Konkretisierung innovativer Ideen anzueignen - wichtig ist uns dabei, dass diese Ideen in konkreten Projekten in der Region zur Umsetzung kommen. Ich gratuliere allen AbsolventInnen ganz herzlich und freue mich über die Vielfalt der entwickelten Projekte!"

LAbg. Ing. Mag. Regina Aspalter / Obfrau Regionalforum Steyr-Kirchdorf

 

Aus dem Lehrgang sind 14 Praxisprojekte entstanden, die die Region bereichern. Darunter sind zum Beispiel ein Kleidertausch-Projekt, ein Gemeinschaftsgarten, ein Projekt für alte Obstsorten und ein Öko-Fußball-Nachwuchsturnier.

Lehrgangs-Teilnehmerin Manuela Kalkhofer-Prenn aus Reichraming hat ihr im Lehrgang erworbenes Wissen mit dem Projekt „Walderlebnisferien“ in Reichraming in die Praxis umgesetzt. Auf die Idee kam sie, als sie ein passendes Ferienbetreuungsangebot in der Region suchte. „Das Angebot Walderlebnisferien richtet sich an Kinder zwischen 2,5 und 12 Jahren. Beim Spielen im Wald, betreut von einer Pädagogin und zwei Helfern, können die Kinder Erfahrungen in der freien Natur sammeln und ihre Fähigkeiten im sozialen, motorischen und kognitiven Bereich stärken – mit Hilfestellung, da wo sie gebraucht wird“, stellt Manuela Kalkhofer-Prenn ihr Projekt vor.

Der Lehrgang Co-Design Zukunft hat mir nicht nur bei meinem Projekt weitergeholfen, sondern mir neue Sichtweisen vermittelt. Was unsere Region stark macht, sind die vielen besonderen Menschen, die in ihr leben. Was ich mir am meisten mitnehme: Ich muss nicht alles alleine können, denn: gemeinsam kann man scheinbar Unmögliches schaffen!

Ebenso motiviert vom Lehrgang ist Teilnehmerin Teresa Diwald, die in Kremsmünster das Food Coop-Projekt „s’KerbaL“ umsetzt: „Zu Beginn des Lehrgangs wusste ich noch nicht, welches Praxisprojekt ich umsetzen könnte. Durch die Perspektivenvielfalt der anderen TeilnehmerInnen und die Inputs aus dem Lehrgang bin ich dann auf die Idee zur Gründung einer Food Coop in Kremsmünster gestoßen, welche ich schließlich als nachhaltiges Projekt umsetzen konnte.“ Mit Erfolg: die Food Coop hat bereits 155 Mitglieder und jede Woche 70-80 Bestellungen!

Regionalmanagerin Cosima Öllinger von der Regionalmanagement OÖ GmbH ist vom Output des Lehrgangs begeistert: „Die entstandenen Projekte sind der Beweis, welch eine Kraft in jedem Einzelnen steckt und welch einen wertvollen Beitrag eine einzelne Person für die Regionalentwicklung leisten kann. Wir freuen uns daher schon auf eine Fortsetzung des Lehrgangs!

AbsolventInnen-Flyer

AbsolventInnen-Projektkarten

Weitere Artikel

Gruppenfoto der Exkursion, 15 Personen  auf einer Strasse vor Wald
18.06.2021

Gaflenz gründet eine Bürgergenossenschaft zur Nahversorgung

Die bisherige Lebensmittel-Nahversorgerin in Gaflenz geht nach verdienstreichen Jahren in Pension. Da es keine Nachfolge gibt, entschied sich die Gemeinde selbst für einen Nahversorger zu sorgen und eine Bürgergenossenschaft zu gründen. Um von den Erfahrungen anderer zu lernen, informiert man sich bei einer Exkursion bei den Agenda 21 Gemeinden St. Stefan-Afiesl und Kleinzell über ähnliche, erfolgreiche Projekte.
Gruppenfoto des Projektteams von 10 Personen vor der HTBLA Hallstatt
16.06.2021

Kultur.Bus.Haltestellen für das Salzkammergut

Mobilität im ländlichen Raum ist ein vielschichtiges Thema und der öffentliche Verkehr im Speziellen nimmt darin eine Sonderstellung ein. Im Almtal nimmt man sich – auch in Hinblick auf die Europäische Kulturhauptstadt 2024 – jetzt dem Thema der Bushaltestellen an. Gemeinsam mit der HTBLA Hallstatt sollen Prototypen für die Sanierung von in die Jahre gekommenen Betonbushaltestellen entwickelt werden. Aus regionalem Holz, wenn vorhanden auch Schadholz, mit Hilfe von regionalen Handwerksbetrieben. 
Gruppenfoto von vier Personen vor einem Brunnen und einer Kirche
16.06.2021

Peuerbach und Steegen: Zwei Gemeinden, ein Agenda 21 Prozess

Die Kleinstadt Peuerbach und die Nachbargemeinde Steegen bieten gemeinsam Lebensraum für knapp 6.000 EinwohnerInnen. Unter dem Motto „Lebens(t)raum 4722“ wollen die beiden Gemeinden ein gemeinsames Agenda 21- Zukunftsprofil für diesen eng verwobenen Lebensraum entwickeln. Das Agenda 21 Netzwerk OÖ umfasst mit Peuerbach und Steegen nunmehr 161 Gemeinden.
Gruppenfoto des Kernteams mit 8 Personen vor dem Gemeindeamt
12.06.2021

Mit Bürgerbeteiligung zum multifunktionalen Begegnungszentrum

Der Bevölkerung in St. Oswald bei Haslach fehlt ein zentraler Treffpunkt. Das war das klare Ergebnis einer Gemeindeumfrage im Herbst 2020. In einem Agenda 21 Projekt arbeiten Bürger*innen jetzt an einem Konzept für eine multifunktionales Begegnungszentrum mit Gastronomiebereich, kleinem Einkaufsladen, Platz für Veranstaltungen und vieles mehr. Gestartet wird im Juni mit einer "Zukunftswoche", in der die Projektgrundlagen erarbeitet werden.