Drei Männer sitzen an einem Tisch bearbeiten ein Plakat zum Thema Nachhaltige Energie.
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Steinbach an der Steyr
11.03.2020

Steinbach an der Steyr arbeitet am Zukunftsprogramm "Steinbach 2030"

Steinbach an der Steyr ist Agenda 21-Gemeinde der ersten Stunde und seit vielen Jahren Vorreiter in Sachen Bürgerbeteiligung und nachhaltiger Gemeindeentwicklung. Jetzt wird im Agenda 21-Prozess das bestehende Zukunftsprogramm "Steinbach 2030" weiterentwickelt.

Erste Beteiligungsschritte sind der Bürgerrat und die öffentliche Präsentation der Ergebnisse beim Bürgerstammtisch. Mit dem Bürgercockpit kommen auch digitale Beteiligungsmethoden zur Anwendung.

Der Auftakt für die Weiterentwicklung des Ortes erfolgte bereits Mitte Februar bei einer Gemeinderatsklausur. Der eigentliche Beteiligungsprozess startet mit dem "Bürgerrat", für den 16 Personen per Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Je zwei Frauen und Männer aus vier Altersgruppen werden dabei gemeinsam mit zwei externen BegleiterInnen die Themen erarbeiten. Danach folgt ein Bürgerstammtisch zur Präsentation der Ergebnisse. Zum Bürgerstammtisch und zu weiteren Projektwerkstätten dürfen dann alle SteinbacherInnen kommen und ihre Sicht der Dinge aktiv einbringen.

"Egal ob Nahversorgung, Gemeindekultur oder Mitfahrbörsen – für all diese Themen brauchen wir die Mitwirkung der Bevölkerung. Die Politik allein kann das nicht alles", sagt Bürgermeister Christian Dörfel.

"Steinbach ist seit Jahrzehnten Vorreiter in Sachen aktiver Bürgerbeteiligung und gelebter Ortsentwicklung", sagt Dörfel. Nun werde das bestehende Zukunftsprogramm "Steinbach 2030" weiterentwickelt. "Die BürgerInnen sollen uns mitteilen, was Steinbach benötigt, damit hier im Ort in zehn Jahren alle möglichst noch besser leben können", betont Dörfel. Dabei funktioniere die Mitbestimmung auf vielen Ebenen: "Das geht in Wirtshäusern, in denen Bierdeckel aufliegen, auf die jeder seine Anliegen schreiben kann, ebenso, wie ganz modern beim sogenannten Bürgercockpit, mit dem wir nun starten." Mit diesem neuen digitalen Instrument auf der Gemeinde-Homepage können Bürger bei Online-Umfragen mitbestimmen. Steinbach ist eine der ersten Gemeinden im Land, die diese moderne Form der Beteiligung anwendet.

Spätestens im Jahr 2021 sollen dann die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Details zu den Terminen und Mitmach-Möglichkeiten finden sich laufend auf der Gemeindewebseite. "Wir laden daher alle ein, egal wie alt sie sind oder aus welchem Ortsteil sie kommen, aktiv mitzumachen", sagt Jürgen Höllhuber, Leiter des Kernteams des überparteilichen Agenda 21-Prozesses, "das Ganze lebt einfach davon, dass möglichst viele die Angebote und Möglichkeiten nutzen, um gemeinsam die Weichen für die Zukunft zu stellen. Egal ob bei persönlichen Treffen oder auf digitalem Weg via Internet." Höllhuber koordiniert gemeinsam mit Harald Kranawetter, Vanessa Dörfel, Christoph Ebner und Wolfgang Brandstätter die Aktion.

Bürgermeister Christian Dörfel hofft auf rege Beteiligung der Bevölkerung: "Eines ist jedenfalls klar: Nicht die Politik will sich danach das Mäntelchen einer Idee umhängen, sondern es sollen die Hubers oder Mayrs oder wer auch immer für ihre Vorschläge gewürdigt und auch prämiert werden."

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