Das achtköpfige Projekteam präsentiert die Broschüre Digitales Landleben
Beitrag
Digitalisierung
Steyr-Kirchdorf
17.09.2019

Agenda 21-Projekt "Modernes Digitales Landleben" erfolgreich gestartet

Mit vielen engagierten und interessierten Menschen startete das Agenda 21-Projekt „Modernes digitales Landleben“ in der Region Steyr-Kirchdorf. Das Regionalforum Steyr-Kirchdorf wird in diesem Projekt Perspektiven und Chancen zum Thema "Digitalisierung für den ländlichen Raum" aufbereiten und konkrete Maßnahmen erarbeiten. Bürgermeister Roth aus der Gemeinde Spiegelau (D) berichtete im Rahmen der Auftaktveranstaltung, wie seine Vorbildgemeinde digitale Anwendungen umsetzt und einen Mehrwert für Jung und Alt generiert.

Mit vielen engagierten und interessierten Menschen aus der Region startete das Agenda 21-Projekt „Modernes digitales Landleben“ in der Region Steyr-Kirchdorf. Das Regionalforum Steyr-Kirchdorf wird in diesem Projekt spannende Perspektiven und Chancen zum Thema "Digitalisierung für den ländlichen Raum" aufbereiten und konkrete Maßnahmen erarbeiten. Bürgermeister Roth aus der Gemeinde Spiegelau (D) berichtete, wie seine Vorbildgemeinde digitale Anwendungen umsetzt und einen Mehrwert für Jung und Alt generiert.

Das Metathema „Digitalisierung“ ist allgegenwärtig und bietet viele neue Chancen für den ländlichen Raum. Christina Hofmann hat als Projektleiterin das Agenda-21 Projekt „Modernes digitales Landleben in der Region Steyr-Kirchdorf“ vorgestellt. Das Regionalforum Steyr-Kirchdorf stellt sich, gemeinsam mit der Oö. Zukunftsakademie und dem Regionalmanagement OÖ, diesem komplexen Thema und will zusammen mit engagierten Menschen dieser Region digitale Anwendungen auf den Boden bringen.

Gerda Weichsler-Hauer, Obfrau des Regionalforums Steyr-Kirchdorf und Johann Lefenda, Leiter der Zukunftsakademie, haben die Auftaktveranstaltung eröffnet. Günther Humer, Leiter der Leitstelle Agenda 21 in der Oö. Zukunftsakademie, gab in einem Impulsvortrag eine Vorschau, unter welchen Aspekten es gelingen kann, das Metathema „Digitalisierung“ auf den Boden zu bringen.

Mithilfe einer Online Mentimeter-Umfrage wurde der Denkraum zum Thema „Digitalisierung“ geöffnet und die Antworten wurden visuell dargestellt. Die digitale Befüllung einer Word Cloud zeigte recht anschaulich ein Bild zu den Schlagwörtern, die mit „Digitalisierung“ in Verbindung gebracht werden. Bei der Auftaktveranstaltung wurde erstmals die Potenziallandkarte präsentiert wo die bereits bestehenden Potentiale und Initiativen zum Thema „Digitalisierung“ der Region Steyr-Kirchdorf in einer interaktiven Landkarte erfasst sind.

Bürgermeister Karlheinz Roth berichtete von den teils holprigen Anfängen des Modellprojektes „Das Digitale Dorf“ und wie er und seine Gemeinde seitdem den Weg in eine digitale Zukunft beschreiten. Mit zwölf niederschwelligen digitalen Anwendungen hat sich die Lebensqualität sukzessive verbessert. Die Projekte umfassen die Bereiche Mobilität, Medizin, Lernen, Wohnen, Arbeiten, Pflege, Energie, Dienste und Experimente. Auch die Gemeinde Spiegelau ist von den Herausforderungen des demografischen Wandels betroffen und Bürgermeister Roth meint, dass

„Gerade im ländlichen Raum bietet die Digitalisierung große Chancen für die Zukunft, weil sie helfen kann, die Lebensbedingungen unserer Bürgerinnen und Bürger essentiell zu verbessen.“

In einem Interview bekräftigte Alois Gruber jun., GM AGRU Kunststofftechnik, die Digitalisierung als Chance für den ländlichen Raum und für Unternehmer um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dieses Projekt kann einen Beitrag dazu leisten, dass die Menschen in der Region leben, wohnen und arbeiten können. Gerhard Obernberger, Bürgermeister von Kremsmünster, will mit seinen BürgerInnen die „Digitalisierung“ selbst mitgestalten und festlegen, wie der digitale Wandel passiert. Kremsmünster setzt seit Jahren auf technische Innovationen und hat seit 2017 historische Häuser mit QR-Codes beschriftet und ist Österreichs erste Gemeinde, die die elektronische Sprachassistentin „Alexa“ im Einsatz hat.

Mario Pramberger hat in der Rolle als externer Prozessbegleiter die weitere Vorgehensweise skizziert. So werden in Potenzialwerkstätten die Vertiefungsthemen Ehrenamt/Beteiligung, Gesundheit und Nahversorgung unter die Lupe genommen. Dabei soll der effektive Bedarf für digitale Anwendungen erarbeitet werden, sodass im nächsten Schritt jene Anwendungen pilothaft in Gemeinden, Unternehmen und Institutionen getestet werden können.

Weitere Artikel

Eine junge Frau zeichnet eine Grafik auf ein Flipchart
31.08.2020

Agenda 21 Lehrgang "Co-Design Zukunft" startet im Innviertel

2021 startet der Lehrgang „Co-Design Zukunft“ auch in der Region Innviertel-Hausruck. Engagierte Menschen erhalten das Rüstzeug, um die Zukunft der Gemeinde und der Region mitzugestalten. In fünf Modulen werden Themen wie Megatrends, Potenzialentfaltung, Co-Kreation und neueste Kreativmethoden wie Design Thinking vermittelt und anhand eines Praxisprojektes angewendet.

Interessierte Personen sind eingeladen, sich am 30. Oktober ab 16.00 Uhr im Fill Future Dome in Gurten über alles Wissenswerte zum Lehrgang zu informieren und dabei sowohl die Lehrgangsorganisatorinnen, als auch die TeilnehmerInnen persönlich kennen zu lernen.
Gruppenfoto der 17 Gründungsmitglieder vor dem neuen Begegnungszentrum
28.08.2020

Bürgergenossenschaft St. Stefan-Afiesl eröffnet multifunktionales Begegnungszentrum

Seit 2019 wurde in St. Stefan-Afiesl in einem Bürgerbeteiligungsprozess ein neues Konzept für den „Mayrwirt“ entwickelt, der seine Pforten schloss. Nach eineinhalb Jahren wurde im Juli 2020 das „Stefansplatzerl“, das neue multifunktionale Begegnungszentrum in St. Stefan-Afiesl, eröffnet. Beim Agenda 21-ThemenLabor am 12. September 2020 haben Interessierte die Chance, sich mit den Akteuren vor Ort über ihren Weg "vom Gasthaus zum WIRzHAUS" auszutauschen.
Grafische Darstellung mit Schriftzug Mühlviertler Alm
11.08.2020

Fast zwei Jahrzehnte Regionale Agenda 21 Mühlviertler Alm

Abwanderung und ein Strukturwandel in der Landwirtschaft: Auf der Mühlviertler Alm machte sich in den 90iger Jahren Resignation breit. Heute ist die Region ein Beispiel für erfolgreiche, ländliche Entwicklung mit vielen gelungenen Vorzeigeprojekten und Initiativen. Zu einem Wertewandel und Stimmungsumschwung hat auch ein positives Zusammenspiel von Agenda 21 und LEADER beigetragen.
Grafische Darstellung
08.07.2020

Mit der "Landprobe" in Taiskirchen sieben Tage Landluft schnuppern

Die "Landprobe" bietet interessierten Menschen die Möglichkeit, das Landleben einfach und unverbindlich eine Woche lang auszuprobieren. Die Innviertler Gemeinde Taiskirchen beschäftigt sich im laufenden Agenda 21-Prozess bereits intensiv mit dem Thema "Multilokalität". Als Pilotgemeinde lädt sie von 20. - 27. September sechs "LandschwärmerInnen" ein, das Landleben für eine begrenzte Zeit zu versuchen und konkret zu erleben, anstatt nur darüber nachzudenken.