50 Schülerinnen, Schüler sowie Lehrpersonal halten Symbole für die 17 SDG in den Händen.

Multilokalität

Multilokalität hat viele Gesichter. Aus vielen verschiedenen Gründen, etwa der Ausbildung, der Liebe, dem Arbeitsplatz oder dem Freizeitangebot wegen, entscheiden sich circa 200.000 OberösterreicherInnen für einen multilokalen Lebensstil - Tendenz steigend.

Workbook: Denkwerkzeug Multilokalität

Teaserbild der Broschüre Denkwerkzeug Multilokalität - Ein Kompass für Gemeinden und RegionenPraktische Arbeitsunterlagen für Gemeinden und Regionen

Das Denkwerkzeug Multilokalität greift die Erkenntnisse der unten angeführten Agenda 21-Modellregionen auf und gibt ergänzend zum ebenfalls unten angeführten Trendreport "Leben an mehreren Orten. Multilokalität als Chance für Stadt und Land" einen umfassenden Überblick zur Formenvielfalt multilokaler Lebensstile.

Der Fokus des Workbooks richtet sich auf die spezifischen Bedürfnisse multilokal lebender BürgerInnen sowie auf deren Ressourcen und Potentiale für Gemeinden und Regionen. Schritt für Schritt sind die gewonnenen Erkenntnisse und Schlüsse aus den Modellprojekten dargelegt und praktisch aufbereitet. So stehen sie auch anderen Gemeinden und Regionen im Agenda 21-Netzwerk OÖ zur Verfügung.

Arbeitsschritte, zu denen es konkretes Arbeitsmaterial gibt, sind entweder direkt im Workbook als Einlegeblätter (Personas) oder im nachfolgend angeführten Downloadbereich zu finden.

Workbook

Denkwerkzeug Multilokalität - Ein Kompass für Gemeinden und Regionen

Umsetzungsprojekt Region Steyr-Kirchdorf

„Multilokalität – Vom Leben daZWISCHEN zum daHEIM“

Die drei Agenda 21-Gemeinden Maria Neustift, Großraming und Steinbach an der Steyr wollten im gemeindeübergreifenden Agenda 21-Themennetzwerk die Chancen und Potenziale der multilokal lebenden jungen Erwachsenen zwischen 18 und 35 Jahren für ihre Gemeinden ausloten. Gemeinsam wurden in einem Beteiligungsprozess konkrete Maßnahmen entwickelt, um wechselseitig von einem multilokalen Lebensstil zu profitieren.

  • Phase 1
    Zu Beginn des Projektes galt es Multilokale zu finden, die an einem gemeinsamen Arbeiten am Thema Multilokalität interessiert sind. Wer sind meine Multilokalen? Welche Bedürfnisse haben sie? Wie kann ich sie in ihrem Lebensstil unterstützen? In Form von gemeindespezifischen Gemeindeworkshops konnten Verbündete gefunden und erste Antworten erzielt werden.
  • Phase 2
    Wie kann ich Multilokale, ihr Wissen und ihre Netzwerke für die Gemeinde nutzen? Welchen Wunsch nach Austausch haben sie? Zu diesen Fragen fanden gemeindeübergreifende Workshops statt, bei denen sehr konkrete Ideen zu möglichen Umsetzungsideen weiterentwickelt wurden.
  • Phase 3
    Wie kann der Kontakt und Austausch in Zukunft gestaltet werden? Kann unter den freiwillig Engagierten ein "Außenminister" in jeder Gemeinde aufgebaut werden? Hier zeigte sich in der Zusammenarbeit mit den Multilokalen, dass es nicht nur eine/n Außenminister/in vor Ort braucht, die alle Informationsflüsse sicherstellt. Es wurden auch BotschafterInnen nominiert, die an den verschiedenen Studienorten in Österreich als Netzwerkknoten für die eigene Gemeinde fungieren.

Einen Einblick in das Projekt kann man über das „Digital storytelling“ in Form eines Films gewinnen – dieser ist auf YouTube unter dem Titel „Multilokalität – das Leben und Wohnen an mehreren Orten“ abrufbar.

Ein Video der SPES Zukunftsakademie, entstanden im Rahmen des gemeindeübergreifenden Agenda 21-Netzwerkes der Gemeinden Maria Neustift, Großraming und Steinbach an der Steyr.

 

Umsetzungsprojekt Region Innviertel-Hausruck

"Multilokalität - Vom Leben dazwischen"

Um diesen spannenden Entwicklungen mit neuen Ideen zu begegnen und Antworten auf die Bedürfnisse der multilokal lebenden Menschen zu finden, möchte die Inn-Salzach-EUREGIO in Kooperation der Oö. Zukunftsakademie mit dem Projekt „Multilokalität in unterschiedlichen Lebensphasen als Chance für die Region Innviertel-Hausruck" Impulse für die Regionalentwicklung setzen.

Das „Leben und Wohnen an zwei oder mehreren Orten“ prägt einen neuen Lebensstil, der eine wesentliche Chance und Ressource für ländliche Regionen sein kann. Nicht nur gut qualifizierte junge Erwachsene alternieren während ihrer Ausbildungszeit zwischen urbanen Gebieten und ihrer Herkunftsregion, sondern zunehmend auch Bevölkerungsgruppen in den späteren Lebensphasen: im „2. Aufbruch“ und im „Un-Ruhestand“. Um diesen spannenden Entwicklungen mit neuen Ideen zu begegnen und Antworten auf die Bedürfnisse der multilokal lebenden Menschen zu finden, möchte die Inn-Salzach-EUREGIO in Kooperation der Oö. Zukunftsakademie mit dem Projekt „Multilokalität" Impulse für die Regionalentwicklung setzen.

Multilokalität - Leben an mehreren Orten - Stadt und Land

Im Projekt sollen die Chancen, aber auch Herausforderungen dieses Lebensstils aufgearbeitet und spannende neue Lösungsansätze in der Region Innviertel-Hausruck entwickelt werden. Damit können wertvolle „Andockstellen“ in der Region entstehen. Multilokale können sich während ihrer Anwesenheit vor Ort mit ihrem Wissen einbringen und gleichzeitig einen attraktiven Gestaltungsspielraum in der Region entdecken.

Zum Projekt Multilokalität in der Region Innviertel-Hausruck

Trendreport Multilokalität

Leben an mehreren Orten - Multilokalität als Chance für Stadt und Land

Sowohl die Stadt als auch das Land haben ihre Vorzüge und besonderen Funktionen. Immer mehr Menschen möchten das Beste aus beiden Welten miteinander verbinden und entscheiden sich deshalb dafür, an beiden Orten zu leben. Multilokal lebende Menschen bringen ihr Wissen, ihr Netzwerk, ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit, wenn sie zwischen ihren Wohnsitzen pendeln. Sie sind damit für ländliche Regionen und Gemeinden eine enorm wertvolle Ressource und eine mögliche Bereicherung.

2 Pin auf Landkarte symbolisieren Multilokalität

Multilokalität hat viele Gesichter. Aus vielen verschiedenen Gründen, etwa der Ausbildung, der Liebe, dem Arbeitsplatz oder dem Freizeitangebot wegen, entscheiden sich circa 200.000 OberösterreicherInnen für einen multilokalen Lebensstil - Tendenz steigend.

Die Oö. Zukunftsakademie hat daher eine Trendstudie zum Phänomen Multilokalität, den Herausforderungen und den damit verbundenen Chancen und Möglichkeiten, unter dem Titel "Leben an mehreren Orten - Multilokalität als Chance für Stadt und Land" erstellt.

Trendreport

Leben an mehreren Orten - Multilokalität als Chance für Stadt und Land