Ältere Hände geben die blaue Erdkugel an junge Hände weiter.

Agenda 21 in OÖ

Die Leitstelle Agenda 21 steuert und koordiniert sämtliche Agenda 21-Aktivitäten im Agenda 21 Netzwerk Oberösterreich. Sie ist in der Oö. Zukunftsakademie angesiedelt und verbindet damit die Zukunftsarbeit des Landes Oberösterreich mit den Zielen einer Nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 2030.

Logo Agenda 21 - Netzwerk Oberösterreich und SDGs-Farbenrad: Das Agenda 21 - Netzwerk Oberösterreich unterstützt die Umsetzung der SDGs.
RegionalmanagerInnen

Zur bestmöglichen Unterstützung der Gemeinden und Regionen vor Ort sind bei der Regionalmanagement Oberösterreich GmbH vier RegionalmanagerInnen für Nachhaltigkeit und Umwelt angestellt. Diese agieren von dezentralen Regionalmanagement-Büros aus, um - in enger Abstimmung mit der Leitstelle Agenda 21 - die Nähe zu den lokalen Zielgruppen und MultiplikatorInnen zu gewährleisten. Sie sind daher die ErstansprechpartnerInnen für an der Agenda 21 Interessierte in Gemeinden und Regionen.

Fördermodell

Mit einem eigenen Fördermodell wird die Erarbeitung von Agenda 21-Prozessen und -Projekten in oberösterreichischen Gemeinden und Regionen fachlich und finanziell unterstützt.

Schlüsselpersonen bei allen Agenda 21-Aktivitäten sind die ProzessbegleiterInnen. In enger Zusammenarbeit mit den aktiven Kräften vor Ort stärken sie mit fachlichem und methodischem Know how deren Eigenständigkeit, leisten „Hilfe zur Selbsthilfe“ und steuern Agenda 21-Prozesse und -Projekte von der Idee bis zur Umsetzung. Das Fördermodell der Leitstelle Agenda 21 sieht den Einsatz von am freien Markt verfügbaren ProzessbegleiterInnen vor, entsprechend den Qualitätskriterien (inhaltliche und methodische Kompetenzen der Prozessbegleitung) im Handbuch Agenda 21.

Zielsetzung von Agenda 21

Die Agenda 21 zielt auf die Sicherung und Verbesserung der Lebensqualität vor Ort für gegenwärtige und künftige Generationen ab. Sie

  • eröffnet langfristig wirksame Visionen und bevorzugt Lösungen, die auch aus der Perspektive der nächsten Generation erstrebenswert sind (Langfristigkeit).
  • schafft Zugänge zu kreativer Zukunftsarbeit und beteiligt alle gesellschaftlichen Gruppen in aktivierender Form. Sie ermutigt und befähigt Menschen zur aktiven Mitgestaltung und Eigenverantwortung (Beteiligung).
  • macht Nachhaltigkeit erstrebenswert, erleb- und gestaltbar. Sie gibt Impulse zum Erkennen und Nutzen eigener Stärken durch konkrete Aktivitäten und Projekte (Praxisnähe).
  • misst Bewusstsein bildenden Prozessen, kleinen Umsetzungsschritten und kostengünstigen Lösungen einen hohen Stellenwert bei. Sie stärkt vorrangig die „weichen Faktoren“ und setzt auf selbstorganisierte Entwicklungen, die auch mit kleinen Budgets Nutzen stiften (Überschaubarkeit, Selbstorganisation).
  • macht Zusammenhänge erkennbar und strebt die Ausgewogenheit der vier Dimensionen der Nachhaltigkeit (ökologisch, wirtschaftlich, sozial/kulturell, geistig) an (Ganzheitlichkeit).
  • tritt nicht anstelle anderer Entwicklungsinstrumente sondern versteht sich als Kooperations-Plattform und gemeinsames Dach. Sie fördert die Zusammenarbeit, insbesondere über Gemeindegrenzen und Einzelinteressen hinweg. Sie hat regionale und globale Fairness zum Ziel. (Partnerschaftlichkeit).
  • orientiert sich am 2015 beschlossenen und bis 2030 gültigen weltweiten Nachfolgeprogramm Agenda 2030 und unterstützt damit die Intentionen der UN.

Anstelle des Begriffs "lokale Agenda 21" verwenden wir in Oberösterreich nur den Begriff "Agenda 21".